Wie „süß“ ist das denn?

Letztens habe ich durch Zufall einen Fernsehbeitrag über die Herstellung von Konservendosen gesehen. Ist schon erstaunlich, ja vielleicht sogar eher beängstigend, wie viele Dosen (tatsächlich handelt es sich dabei um Millionen) da pro Tag über das Fliessband laufen. Alles automatisiert. Keine menschliche Handarbeit mehr vonnöten. Fantastisch! Tragisch!? Zwischendurch sah man in dieser Dokumentation neben den einzelnen Produktionsabläufen auch ein Interview mit dem Produktionsleiter. An dieser Stelle kam wieder einmal der Mensch zum Einsatz. Wobei man sich gerade diese Passage als Zuseher hätte sparen können. Der Sprecher des Unternehmens war nämlich tatsächlich so dreist zu behaupten, dass Lebensmittel aus Konserven gesünder seien als frische Produkte. Da wird der Konsument doch tatsächlich für blöd verkauft. Und das Schlimme an diesen Aussagen ist, dass Menschen solche Kommentare nebenbei aufschnappen und für „bare Münze“ nehmen. Klar, Konserven sind die Lösung aller gesundheitlichen Probleme und die Basis einer gesunden Ernährung!?!? Sag mal geht´s noch!? Apropos Konserven. An und für sich spricht ja nichts dagegen, wenn man ab und zu mal zu einem Produkt aus der Dose greift. Solange das die Ausnahme bleibt, soll einem nichts Schlimmeres passieren. Dennoch muss ich Sie auch an dieser Stelle warnen. Gesundheitswert hin oder her. Selbst in vielen Gemüsedosen ist Zucker enthalten. Es wird Zeit die watch list zu erweitern. Erbsen_MörchenJeder von uns weiß, wie süß Erbsen und Karotten (Möhrchen) schmecken. Das Süße steckt ja schon im Namen drin: Zuckerkarotte! Warum muss das denn noch süßer sein? Da wirbt der Hersteller damit sein Produkt ohne Gentechnik und ohne zugesetzte Aromen zu produzieren und „verhaut“ uns das Essen doch glatt mit Zucker. Die Aussage, dass hier keine Aromen verwendet wurden impliziert ja auch, dass in vielen anderen Dosen Aromen verwendet werden. So viel zu: Essen aus Dosen ist gesünder als frisch zubereitetes Essen. Dass ich nicht lache oder eher weine…Gott sei Dank gibt es aber auch verwendbare Alternativen bei den Hülsenfrüchten. Fazit: Nicht alles aus der Dose muss schlecht sein, aber selber und frisch kochen ist und schmeckt in jedem Fall besser! Mahlzeit!Linsen

5 Gedanken zu „Wie „süß“ ist das denn?

  1. 1 hübschen & spannenden Blog hast du da, eine Motivationshilfe allemal (da ich demnächst auch wiedermal eine zuckerfreie Phase mit open end plane). Ein Buchtipp zwischendurch, da ich’s vor kurzem fertiggelesen habe – bis jetzt zwar nur auf Englisch und voll von Biochemie, aber sehr aufschlussreich bzgl. Zucker/Fruktose und Krankheiten, und nebenbei weit weniger populistisch ausgerichtet als andere Bücher zum Thema: Dr. R.H. Lustig’s Fat Chance – Beating the Odds Against Sugar, Processed Food, Obesity, and Disease. Kurz reinlesen vertreibt dann meistens den Heißhunger =)
    weiterhin viel Erfolg!

  2. Unglaublich, aber leider wahr:(
    Wir alle, die da mitmachen, sind ja nun schon sehr sensibilisiert auf diese Etiketten mit Vermerk:
    „Zucker oder Süßstoffe“!
    Hast Du ev. schon ein Geschäft entdeckt, die nur „zuckerfreie Nahrung“ anbieten???🙂

    • Nein, das gibt es leider nicht. In den meisten „Bio-Läden“ findest du aber kleine Bereiche in denen „raw food“-Artikel angeboten werden. Diese enthalten nur natürliche Süßstoffe wie Agavendicksaft etc. Vielleicht sollten wir selber so einen Laden aufmachen😉

  3. Statt Konserverndosen nehme ich eher gefrostetes Gemüse, wenn es nicht möglich ist, etwas Frisches zu bekommen. Ein Blick auf die Zutatenliste ist aber auch hier nicht unumgänglich, vor allem wenn man wissen will, was man isst.

    Da ich ja eher ein seltener Mitleser bin, finde ich es schön zu sehen wie sensibel du in den zwei Monaten für die Zutatenliste/ Inhaltsstoffe geworden bist und nicht mehr überall gleich zugreifst😉

    Gutes gelingen weiterhin!

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