Silent killer!

Time to say goodbye…unglaublich aber wahr! Nun bin ich doch tatsächlich gerade dabei meinen 81. und damit letzten Beitrag des „Zucker-Blogs“ zu verfassen. Wie die Zeit verfliegt, mein lieber Mann. Aber absolut kein Grund, um Trübsal zu blasen, denn es geht ja weiter. Dazwischen werden allerdings 2 Monate vergehen, in denen ich den neuen „Lifestyle-Blog“ ins Leben rufen und auf die Ausschau nach Partnern für mein im Juli stattfindendes Charity-Projekt (24h-Rad-Rennen) gehen werde. Im Rahmen dieses Rennens sammle ich für jeden zurückgelegten Kilometer Geld, das einem karitativen Zweck zugute kommen wird. Wer hier mitmachen will (egal ob Firmen oder Privatpersonen), der soll sich bitte an office@matthai.at wenden!
Wie wird es weiter gehen? Das große Problem am Zuckerkonsum – und das verrät bereits der Titel dieses Beitrags – ist, dass wir seine gesundheitlichen Folgeschäden erst viele Jahre später merken werden. Wir wissen auch nicht, was für Mengen an Zucker denn vertretbar wären. Fakt ist, dass wir alle zu viel Zucker konsumieren und dieser schlussendlich dafür verantwortlich sein kann, dass wir versterben. Nicht am Zucker selber. Wobei man ja immer wieder Süßspeisen zu sehen bekommt, die so lustige Namen wie „death by chocolate“ tragen. Obendrein habe ich bereits mehrfach daraufhin gewiesen, dass Zucker nicht nur dick macht, sondern seine Wirkungen für sich schon ausreichen, um unsere Gesundheit zu gefährden.
Was hat das Jahr gebracht? Mir persönlich hat es viel gebracht! Ich wurde immer wieder dafür bemitleidet, dass ich jetzt 365 Tage auf Zucker verzichten muss. Ich muss euch ganz ehrlich sagen, so wirklich gefehlt hat mir im letzten Jahr gar nichts! Klar hatte ich auch mal Lust auf was Süßes, aber diese war ja ganz schnell durch zuckerfreie Alternativen zu befriedigen. Unterm Strich muss man also sagen, dass es weder eine große Leistung noch ein Entbehren wäre dieses Projekt einfach fortzusetzen. Warum ich es dennoch nicht tun werde, habe ich in vergangenen Beiträgen bereits erklärt. Es wird Situationen geben, in denen ich nicht mehr ablehnen möchte. Bei Freunden, bei Familienfeiern. Wovon ich nach wie vor erzähle ist die tolle Geschmacksentwicklung, die ich im Laufe der Zeit erleben durfte. Alles wurde viel intensiver, viel aromatischer. Ich hoffe sehr, dass das so bleiben wird, auch wenn ich ab und zu mal Zucker essen werde. Mal sehen. Zusätzlich hat mich dieses Jahr sensibilisiert und mir ganz bewusst das Thema Zucker vor Augen geführt. Ohne diesen Blog hätte ich mich dem Thema wahrscheinlich nie so intensiv gewidmet. Dass ich all diese Informationen nun in meinem Kopf gespeichert habe, wird mir und meiner Familie zugute kommen. Ich hoffe sehr, dass es euch ähnlich geht.
Ich bin gespannt, ob ich sobald ich Zucker esse etwas bemerken werde. Wie es in den nächsten Wochen weitergegangen ist, werde ich im neuen Blog berichten, in den das Thema Zucker sicher auch wieder einfliessen wird.
Ich bedanke mich bei all meinen Weggefährten für die Treue, die positiven Rückmeldungen, die vielen Kommentare und die likes auf facebook (über 700!). Im vergangenen Jahr hatten wir nun knapp 150.000 Zugriffe! Eine Zahl, die die Brisanz des Themas deutlich unterstreicht.
Passt auf euch auf! Lasst euch von der Lebensmittelindustrie nicht in die Irre führen! Achtet auf Zuckerfallen, wählt gezielt und genießt bewusst!
Schön wars! Auf in die letzten 5 (oder doch mehr?) zuckerfreien Tage und hoffentlich bis 01.11.2014.
Für News zum neuen Blog werde ich euch zwischenzeitlich am „Zuckerfrei-Blog“ bzw. auf meiner website www.matthai.at am Laufenden halten!

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Zucker lässt uns altern, macht blöd & verursacht Krebs – ein letzter Ausflug in die Wissenschaft!

Angstmache ist eigentlich nicht meine Art! Mit erhobenem Zeigefinger zu agieren bezweckt meist das Gegenteil. Aus diesem Grund bin ich überzeugt davon, dass es besser ist zu motivieren als zu mahnen! Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse lässt sich die Ernsthaftigkeit dieses Themas aber doch sehr gut unterstreichen. Und wir sollten unterstreichen! Auch wenn viele Daten „nur“ aus Tierversuchen stammen, so lassen sich daraus durchaus brauchbare Risiken oder nützliche Informationen für den Menschen ableiten. Viele Experimente deuten darauf hin, dass Zucker Alterungsprozesse beschleunigt und bei der Entstehung von Krebserkrankungen eine Rolle spielt. Selbstverständlich sprechen wir hier von einem „Zuviel“ an Zucker! Doch was ist zu viel und was ist zu wenig? Gibt es überhaupt ein zu wenig? Kommen wir nicht alle in das Zuviel nachdem der Großteil unserer Lebensmittel Zucker enthält?

A sweet decline for the aging fly brain
L. Bryan Ray
Our livers and muscles store glucose as glycogen, a branched polysaccharide. Glycogen is a major energy reserve, but it may play a more sinister role in the aging brain. Along with other components, glycogen forms aggregates in the brains of aging mice, humans, and flies that correlate with a decline in neuron function. To better understand this, Sinadinos et al. experimented with fruit flies. They used RNA interference to inhibit the flies‘ production of glycogen synthase, the enzyme that makes glycogen from glucose. Then the researchers measured how fast the flies could climb. As the flies aged, their neurons functioned better than those of controls. Treated male flies—but not females—lived longer.

Aging Cell 10.1111/acel.12254 (2014).

Nachdem der Zuckerblog nun tatsächlich bald zu Ende geht, möchte ich den heutigen Beitrag noch mal dazu nutzen um euch (mit Nachdruck!) zu motivieren, euch zu sensibilisieren und euch zu fokussieren! Denkt an die Gefahren, die mit übermäßigem Zuckerkonsum verbunden sein können. Denkt an eure Gesundheit! Genießt auch Süßigkeiten, allerdings in kleinen Mengen, und achtet stets bewusst darauf die Lebensmittel zu meiden in denen Zucker enthalten ist, aber eigentlich kein Zucker rein gehört!

Nächste Woche gehen wir in die letzte Runde – des Zucker-Experiments. Ich hoffe, dass ihr spätestens ab 01.11.2014 wieder mit dabei seid und unser Team, wie auch in diesem Jahr, verstärkt!

Good girls & bad boys

Heute möchte ich mich noch mal um die „watch list“ kümmern. Wäre ich kürzlich doch beinahe wieder einmal über eine Aktion einer bekannten Supermarktkette gestolpert, die Bio-Vollkornweckerl zu einem wirklich tollen Preis im Angebot hatte. Beim Studieren der Inhaltsstoffe konnte von einem natürlichen, biologischen Produkt wahrlich nicht mehr die Rede sein! Neben Zucker fanden sich etliche Zusatzstoffe in dem Produkt, die man nur durch eine Intensiv-Detox-Woche wieder aus dem Körper rausbekommen hätte. Ich finde es immer wieder erschütternd, dass Lebensmittel als „Bio“ deklariert werden dürfen, „nur“ weil der Großteil der Inhaltsstoffe gewissen Anbau und Produktionsrichtlinien entspricht. Denn „Bio“ sollte dem Kunden doch eigentlich auch das Gefühl vermitteln seinem Körper und der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Wie auch immer, es ist und bleibt ein leidiges Thema. Abhauen und alles hinter sich lassen bringt einen auch nicht weiter. Denn im Flugzeug erwartet einen dann folgendes Salzgebäck…Salzgebäck
…wenn man Glück hat! Hat man Pech, so hat man bei Kurzstreckenflügen schon mal die Qual der Wahl zwischen Muffin und Schokoriegel. Jawohl, wir fasten 🙂
Wenn man hartnäckig auf der Suche bleibt, stösst man aber doch immer wieder auf freudige Überraschungen und findet Produkte, die man eher den „bad boys“ zugeordnet hätte…wasa
…in diesem Knäckebrot steckt tatsächlich ausnahmsweise mal kein Zucker drin!

In meinem vorletzten Beitrag hatte ich mein neues Blog-Projekt angekündigt. In diesem werde ich mich über ein Jahr lang sehr intensiv mit den Themen Sport, Ernährung, Mentales, Vitalstoffe & Hautpflege auseinandersetzen. Im Rahmen des Experiments, das am 01.11.2014 startet, wird es für mich zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen geben. Damit die Neugier etwas steigt, möchte ich euch heute ein paar wenige Aufgaben verraten, die auf mich warten…
…ich muss einen Marathon unter 3:30h laufen, 100 Liegestütze am Stück schaffen, werde mich 1 Monat lange vegan ernähren und 1 Monat lange sehr kalorienreduziert essen, um zu sehen wie sich das auf Körper und Geist auswirkt (Menschen, die das tun berichten, dass man durch die Kalorienrestriktion mental fitter wird, mehr Energie hat und weniger Schlaf braucht), ich werde zahlreiche andere Ernährungsformen und sportliche Extremwettbewerbe ausprobieren. Ich werde in die Form meines Lebens kommen und ihr mit mir!
An dieser Stelle möchte ich mit einer Textpassage aus einem Lied von Xavier Naidoo enden: „Was wird mich erwarten wenn ich wieder komm, wenn ich wieder komm, seid ihr hier?
Alles Liebe, viel Gesundheit und eine zuckerfreie Woche!

Jetzt lassen wir es mal so richtig krachen!

Samstags am Kutschkermarkt in Wien 18. Ein sehr, sehr netter Markt mit einem tollen Lebensmittelangebot und wirklich fairen Preisen! Kann ich wärmstens empfehlen! Und wie das so auf netten Märkten ist, man trifft dort eben auch nette Menschen. Letzten Samstag war das meine liebe Freundin, Blog-Kollegin und Detox-Queen Regina Kail-Urban. Sie befindet sich – so wie ich auch – stets auf der Suche nach guten Produkten. Gesunden Produkten. Produkten, die nicht voller chemischer Substanzen, Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder eben raffiniertem Zucker sind. Dieses Mal hat es sie in ihre Heimat das gute alte Kärnten gezogen, wo sie über Umwege auf den Superstar des heutigen Tages gestossen ist: das „Heukracherl“. Wie es der Name bereits verrät, handelt es sich dabei um eine Limonade, die aus Heu hergestellt wird. Natur pur sozusagen. Beim Verkosten (und ihr solltet es probieren!) braucht man allerdings keine Angst zu haben, dass man dabei vorzeitig „ins Gras beisst“ 🙂 Schmeckt zwar schon ein bisschen nach Heu – einer Kräuterlimonade sehr ähnlich – aber keinesfalls „grasig“. In diesem Fall trifft die Botschaft meines Apothekers, der einmal zu mir meinte „Herr Doktor nicht alles was gesund ist muss schmecken“, nicht zu. Das Heukracherl schmeckt. Mir persönlich ist es definitiv zu süß. Da hätte man ruhig ein bisschen weniger an Traubensüße verwenden können. Dieses „Geschmacksproblem“ lässt sich aber ganz einfach lösen in dem man es mit Wasser verdünnt. Wahrscheinlich bin ich durch die lange Zuckerabstinenz aber auch überempfindlich. Unterm Strich finde ich die Idee toll und das Bemühen um ein natürliches Produkt unterstützenswert. Hier ein paar Impressionen.

Heukr.Heukr.1Heukr.2

Wir lassen es also auch zukünftig richtig krachen, aber in dem Sinne als dass wir uns mit Nachdruck um unsere Gesundheit kümmern und nicht in dem Sinne wie es mir heute Morgen ergangen ist…ich wurde nämlich recht unsanft durch den Krach eines Presslufthammers um 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen…
Prost!