Wer im Glashaus sitzt…

…soll nicht mit Zucker werfen! Mittlerweile ist ja weitestgehend bekannt, dass Zucker ungesund ist und dass wir den Konsum desselben einschränken sollten. Nun gut, das versuchen wir bereits seit geraumer Zeit. Warum tun wir das? Weil wir davon überzeugt sind, dass es uns ohne Zucker besser geht und wir durch die Reduktion einfacher Kohlenhydrate unsere Gesundheit schützen. Diese Annahme hat sich bereits mehrfach bestätigt und darf somit als sinnvoll erachtet werden. Gleichzeitig ist mir aber auch bewusst, dass ich sehr viele, an und für sich auch sehr gesunde, Produkte von meinem Speiseplan streichen musste, da diese – wenn auch nur in geringen Mengen – Zucker enthalten. Dazu gehören beispielsweise eingelegte Zwiebeln, Essiggurken oder scharfe Pfefferoni.glas Gerade die Letztgenannten wären durch ihren hohen Gehalt des sekundären Pflanzenstoffs Capsaicin besonders wertvoll. Aber nix da. Geht nicht. Nun stellt sich mir die Frage, ob das Weglassen leicht gezuckerter, aber sehr gesunder Lebensmittel unterm Strich tatsächlich einen Vorteil für unsere Gesundheit bedeutet oder wir doch lieber den Zucker in Kauf nehmen und dafür das Gute aus der Pfefferoni bekommen? Das ist eine essentielle Frage für die Zukunft. Wie werde ich mein Ess- und Konsumverhalten nach dem 31.08.2014 gestalten? Bleibe ich zuckerfrei oder nehme ich doch das ein oder andere gezuckerte Produkt zum Wohle der Gesundheit, der Einfachheit oder des Genusses wegen einfach in Kauf? Ich weiß es nicht. Bin unschlüssig. Da mittlerweile aber schon deutlich mehr als die Hälfte des Projektes vergangen ist, beginne ich mich mit solchen Überlegungen zu befassen. Ja, kaum zu glauben. Wir haben bereits mehr als 7 Monate hinter uns und weniger als 5 vor uns. Klar, man kann alles selber machen. Auch Eingelegtes. Aber mal ganz ehrlich. Für die wenigsten von uns ist ein Aufwand dieser Art ein Leben lang praktikabel. Obwohl ich leidenschaftlich gerne koche, greife auch ich ab und zu gerne zu einer Konserve, einem Glas oder einem Fertigprodukt. Wenn man sich bemüht, gelingt es aber schlussendlich fast immer ein „sauberes Produkt“ zu finden.Gurken o. Zucker

Ich freue mich auf eure Kommentare und Gedanken! Ich hoffe, dass ihr noch bei mir seid und bin überzeugt, dass sich die Mühen und der Aufwand lohnen werden! Ich wünsche euch noch eine entlastende Fastenzeit und weiterhin viel Erfolg!

5 Gedanken zu „Wer im Glashaus sitzt…

  1. Ich lasse in der Fastenzeit den Zucker weg. Darunter fallen Süßigkeiten, reiner Zucker und Lebensmittel, die zu einem großem Teil aus Zucker sind, z. B. Ketchup. Eine Tomatensuppe würde ich allerdings essen, obwohl wahrscheinlich auch da etwas Zucker enthalten ist. Das erscheint mir ausreichend praktikabel.

  2. Ich denke, man sollte da nicht zu streng sein. Wenn man bewusst einkauft, viel selber und v.a. frisch kocht und wenig Süßes isst, ist das doch super. Eingelegte Sachen kann man ggf. mit Wasser abspülen (nicht zu empfehlen bei Oliven, danach schmecken sie nicht mehr ;)). Aber wenn man an eine Soße/ein Dressing einen TL Senf macht, dem ein bißchen Zucker zugesetzt ist, ist der Zuckeranteil auf die bezogen Gesamtmenge doch minimal.

  3. Erst einmal danke für den tollen Blog. Sie sind mit „schuld“, dass ich seit gestern ein Jahr zuckerfrei leben möchte!
    Zum Thema: für mich wichtig wäre, was kann ich zulassen, um nicht wieder ins alte Schema zurück zu fallen. Ich bin seit Jahren Vegetarierin ohne Ausnahme, da ich es vorher nicht hinbekommen habe, nur ein bisschen Vegetarier zu sein. Schwierig fand ich Momente, in denen ich eingeladen war und der Gastgeber nicht wußte, dass ich kein Fleisch esse. Da habe ich dann (zu) oft Ausnahmen gemacht, weil ich keine Umstände machen wollte.
    Ähnlich stelle ich es mir beim Zuckerverzicht vor. Wenn ich dann bei den Pepperoni Ausnahmen mache, wann mache ich dann bei der Schokolade eine Ausnahme? Das Beispiel ist natürlich absichtlich überspitzt gewählt. Ich weiß, ähnlich wie Sie, noch nicht, was da der beste Weg wäre!

    • Also diese „Schuld“ nehme ich gerne auf mich😉 Ich denke wir sollten Zucker umgehen, wann immer es möglich ist. Schokolade gibt es auch ohne Zucker – siehe watch list. Wann immer wir Zucker essen, sollten wir uns dessen bewusst sein und darauf achten die konsumierten Tagesmengen in einem gesunden Rahmen zu halten. Hier gilt: Umso weniger desto besser! Trotzdem soll auch Genuss sein…

  4. Also ganz ohne Zucker, glaube ich ist es etwas schwierig, obwohl es mittlerweile schon sehr viele Alternativen davon gibt. Gerade wie es bei mir ist, wenn die Einkochzeit beginnt, geht leider vieles nicht ganz ohne Zucker, zB. selbstgemachte Sirupsäfte, Marmeladen, mein alles geliebter Löwenzahnhonig,… Ich finde man sollte Zucker als Genussmittel sehen und wenn man wirklich vieles selbst macht, hat man doch einen Überblick darüber, wo wieviel drinnen steckt und man kann dementsprechend dosieren. Weniger ist oft mehr.

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