Backe, backe Kuchen…

…wir alle werden es versuchen, und zwar OHNE Zucker! Die letzten 4 Wochen vor Weihnachten sind bereits angebrochen. Somit wird es höchste Zeit neue Rezeptideen zu rekrutieren und die Backmaschinen anzuwerfen! Selbstverständlich muss – ja darf! – die Weihnachtsbäckerei auch in einem zuckerfreien Jahr/Leben nicht fehlen! Was wäre die Adventszeit ohne den herrlichen Duft frisch gebackener Kekse, der sich in unsere Nasen schleicht!? Wie sehr würden wir die glänzenden Kinderaugen vermissen, die beim ersten Bissen in ein Keks vor lauter Glück hell erleuchten! Kommt also gar nicht in die Tüte! Dass man Zucker leicht durch Honig oder andere natürliche Zuckerersatzstoffe ersetzen kann, ist jedermann bzw. noch eher jeder Frau längst bekannt. Was ich für mich jedoch unlängst in einem „Denn´s-Biosupermarkt“ in Wien neu entdeckt habe, hat mich positiv überrascht. Es gibt auch Marzipan ohne Zucker. Demnach steht der Verzierung der Weihnachtsbäckerei mit Marzipan oder etwa dem feinen Bratapfel ebenso nichts mehr im Wege! Von wegen es geht nicht ohne Zucker! Das ich nicht lache!Marzipan

Macht Zucker etwa dumm?

Eine rezente Studie der Berliner Charité ergab, dass sich ältere Menschen mit hohem Blutzuckerspiegel Worte schlechter merken können als Menschen mit niedrigem Blutzuckerspiegel. Dabei wurden 141 gesunde Erwachsene untersucht, die sich Worte merken und diese nach 30min. wiedergeben mussten. Zusätzlich wurde eine Hirnregion (der Hippocampus) untersucht, die für die Gedächtnisleistung zuständig ist. Die Probanden mit höheren Zuckerwerten merkten sich durchschnittlich 2 Worte weniger. Obendrein zeigte sich bei ihnen ein kleinerer Hippocampus, der noch dazu eine schlechtere Struktur aufwies!

Also, sei schlau und reduziere Zucker!!! 

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„Bella Italia“ mal ganz ohne Zucker

Gelato, Spaghetti, Ciabatta, Panettone & Co. Italien ist für seine Kulinarik weltberühmt! Wer die italienische Küche kennt weiß, dass unsere Nachbarn dem Zucker nicht abgeneigt sind. Es heißt ja nicht umsonst „Dolce Vita!“. Abgesehen von der unschlagbaren  Genussfähigkeit beneiden wir die Italiener  – ja auch um deren Fußballteam, aber das meinte ich jetzt nicht – um deren faszinierende Gemütlichkeit. Schön langsam. Alles mit der Ruhe und keine Eile. Eine Eigenschaft, die mich als gebürtigen Deutschen besonders „begeistert“, wie Sie sich vielleicht vorstellen können. Ehrlicherweise bin ich aber trotzdem davon überzeugt, dass wir Österreicher (mittlerweile fühle ich mich eher als ein solcher), und auch die Deutschen, uns gerade diesbezüglich eine „fette“ Scheibe abschneiden sollten! Mal ein bisschen langsamer. Slow Food würde viele Probleme lösen. Mal entspannen. Mal ein bisschen locker lassen. Entkrampfen. „Chillaxen“ wie der Sohn meiner Cousine sagen würde. Für alle Unwissenden (zu denen gehörte ich bis vor kurzem auch), „chillaxen“ ist eine Mischung aus „chillen“ und „relaxen“. Was sonst!? Muss man wissen, zumindest wenn man in der Pubertät ist. Aber zurück in das „Mittelalter“ und die Realität. Manchmal – willkommen im realen Leben – muss es dann aber doch schneller gehen. Jeder der gerne kocht weiß, dass feine „Spaghetti bolognese“ Zeit brauchen. Letztens fehlte die Zeit, die Lust war aber dennoch da und so fand ich eine schnelle, zuckerfreie Lösung! Bolognese Bolognese1Als Zutaten habe ich frische Karotten, mageres Bio-Rindsverschiertes, frische Tomaten, Kapern aus dem Glas, Tomatenmark, Schalotten, getrockneten Oregano (geht natürlich auch frisch!), passierte Tomaten aus der Dose, geschälte Tomaten im Ganzen aus der Dose, Salz, Pfeffer, Zimt und ein wenig Olivenöl verwendet. Bei den Nudeln habe ich mich für Vollkornnudeln ohne Ei entschieden. Das ganze Gericht ist in 30min. fix und fertig, schmeckt wunderbar und enthält kein Gramm extra zugesetzten Zucker!

Fix und fertig bin auch ich jedes Mal, wenn Österreich gegen Italien Fußball spielt. Sie müssen wissen, dass meine Frau begeisterter Fan der italienischen Fußballmannschaft ist. Ich nicht! Marcel Koller und David Alaba werdens richten. Irgendwann. Hoffentlich.

PS: Zimt gibt der Bolognese eine besonders interessante Note und passt wunderbar in die bevorstehende Weihnachtszeit. Probieren Sie es aus!

Hardcore-Wochenende

Letztes Wochenende stand der längst überfällige Besuch bei meiner Schwägerin Anna in Brüssel an. Tatsächlich ist es so, dass mir die Süßigkeiten im Rahmen des 365tagezuckerfrei-Experiments am wenigsten abgehen. Und das nicht ohne Grund. Gibt es doch – wenn man es gar nicht mehr aushalten sollte – mittlerweile sehr gute – „zuckerfreie“ Alternativangebote.  Wobei das Angebot im Ausland (im Rahmen unseres Belgienbesuchs machten wir auch einen Abstecher nach Amsterdam – kann ich sehr empfehlen) immer noch ein deutlich reichhaltigeres ist als in Österreich. Sprich in Belgien und den Niederlanden findet man eine vielfältige Auswahl an gesunden Süßem. Nichtsdestotrotz war mir bewusst und das ist ja wohl keine Neuigkeit,  dass ich mich in Belgien in der Hochburg von Schokolade und warmen Waffeln befinde. Geht man durch die Innenstadt von Brüssel, wird man nahezu von den Gerüchen heißer, flüssiger Schokolade übermannt. Nix da, der Joker ist immer noch vorhanden! Doch lassen Sie mich Sie noch ein wenig weiter quälen. An jeder Ecke sieht man Becher, nein es waren Becken voller flüssiger, heißer Schokolade. Heiße Schokolade, die so dickflüssig ist, dass der Löffel in ihr stecken bleibt. Mmmm. Von wegen. Ist mir doch egal…schmeckt sicher scheusslich. Ganz furchtbar. Nach 20 Minuten mir Einreden, dass die Schokolade sicher scheusslich schmeckt, konnte ich wieder klar denken. An dieser Stelle möchte ich übrigens eine Schokolade bewerben, die ich von meiner Frau zum Geburtstag bekommen habe. Absolut zuckerfrei und geschmacklich einfach herrlich! 
Schoko

Waffeln

Belgische Waffeln

Dennoch möchte ich Sie aber auch mit ein paar Impressionen belasten (warum soll ich auch alleine leiden? ;-)), die mir die ein oder andere Träne in die Augen getrieben haben. Als ich für einen Freund bei „Neuhaus“ (bekannte belgische Schokoladenmarke) was Süßes kaufte, fragte ich dort einen Angestellten, ob sie auch zuckerfreie Schokolade im Sortiment hätten. Er sagte ja und drückte mir eine dunkle Schokolade in die Hand und meinte, dass diese zuckerfrei sei. Raten Sie mal was ich beim Studieren der Inhaltsangabe gefunden habe? Bleiben Sie auf der Hut, bleiben Sie wachsam! Alles Liebe und ein schönes, zuckerfreies Wochenende!

Ich schmier dir eine…

…feine „Stulle“. Womit nur? Frühstücken wäre wichtig, das steht ausser Frage. Leichter gesagt als getan! Obst mit Joghurt oder Topfen ist ok, Müsli ohne Zuckerzusatz auch. Eine Scheibe Brot, bei unseren deutschen Nachbarn auch ganz gerne mal „Stulle“ genannt,  wäre aber auch wieder mal ganz nett. Doch was schmiere ich mir da drauf? Das erste Hindernis stellt ja bereits das Brot dar, wie wir mittlerweile wissen. Aber wir sind schlauer geworden und achten darauf, dass kein Zucker darin enthalten ist! Bitte gehen Sie Ihrem Bäcker mit lieben Grüßen von mir auf die Nerven 😉 Somit fühlen wir uns diesbezüglich erst mal auf der sicheren Seite. So: Honig mit Butter ist erlaubt. Eigentlich möchte ich mich aber zuckerreduziert ernähren, womit Honig auf Dauer auch keine gute Lösung darstellt. Nahezu jeder Aufstrich, der über einen vernünftigen (vernünftig im Sinne eines niedrigen Fettanteils) Fettanteil verfügt wird aufgezuckert. Kann man also praktisch vergessen. Dennoch habe ich für mich nun eine Alternative gefunden, die mir geschmacklich sehr zusagt und auch vom Gesundheitswert durchaus empfehlenswert ist. Und diese Lösung möchte ich gerne mit euch teilen. Ich kaufe mir also ein zuckerfreies 100%-Vollkornbrot (ja! auch in Bezug auf die 100%-Vollkorn müssen wir penetrant bleiben und nachfragen – nicht mit uns 😉 und streiche mir Ricotta drauf. Der schmeckt super, hat einen relativ niedrigen Anteil an gesättigten Fetten und enthält keinerlei chemisches oder ungesundes Krimskrams.  Ich esse ihn auch gerne mit frischen Kräutern!  Ricotta

Für den Fall, dass es mal ein bisschen süßer sein soll, habe ich von einer lieben Freundin eine tolle Empfehlung für eine Marmelade bekommen. Der Fruchtanteil des Produkts beträgt 70% (das ist wirklich gut!) und gesüßt wird ausschliesslich mit Agavendicksaft. Das Schöne an dieser Marmelade ist die Tatsache, dass man einerseits die Frucht sehr schön rausschmeckt und andererseits die Süße dezent im Hintergrund bleibt. Die meisten Marmeladen werden ja derart zu Tode gezuckert, dass sie durch den hohen Zuckeranteil beinahe ein wenig scharf schmecken. Zucker gehört ja zu den stark sauren Lebensmitteln und bringt durch die Säure auch Schärfe mit sich. Abartig. „Meine Neue“ schmeckt hingegen wirklich fein!marmelade

Also ab auf die Zwergenwiese 🙂 (bekommt man im Bio-Supermarkt und ist gar nicht so teuer)!

Süßes oder Saures?

HalloweenAchtung Fangfrage! Mit Entsetzen, ja fast panisch, bin ich Donnerstag Abend (es war der 31.10.) draufgekommen, dass wir nichts Süßes zuhause haben. Und das zu Halloween! Ich befürchtete „saure“ Konsequenzen. Leider oder Gott sei Dank, je nach dem wie man dazu steht, hat es an diesem Abend nicht an unserer Tür geklingelt. Somit musste ich nicht in traurige Kinderaugen blicken und ihnen voller Verlegenheit entgegen treten und sagen: Hallo, ich bins, der 365tagezuckerfrei-Mann!?!? Also, dieses Jahr noch mal mit einem oder besser keinem blauen Auge davon gekommen. Halloween wäre also zuckerfrei über die Bühne gegangen. Aber warte. Am Tag darauf stand mein Geburtstag an. Während der letzten Wochen versuchte ich meine Frau davon zu überzeugen, dass ich dieses Jahr locker auf meine Geburtstagstorte verzichten kann. Der „Zucker-Joker“ soll in der Tasche bleiben. Wir feiern heuer einfach ohne Torte. No problemo. „Ohne Torte!? Das geht gar nicht“ dachte sich meine liebe Schwiegermama (für alle Männer: Ja, es gibt auch liebe Schwiegermütter 😉 – ich hab so eine) und machte sich an die challenge „Geburtstagstorte ohne Zucker“. Das Ergebnis konnte sich wahrlich sehen lassen. Okay, meine Schwiegermama ist eine Meisterin im Backen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass auch der „Backlaie“ auf Zucker verzichten kann ohne einem mit dem Endergebnis den Magen zu verrenken. Das Back-Ergebnis meiner Schwiegermama konnte sich jedenfalls sehen und schmecken lassen! Sie zauberte ein fantastisches Früchtebrot und eine absolut zuckerfreie Heidelbeertorte. Nun ist sie auch noch so lieb und stellt uns das Rezept (zum Nachahmen empfohlen) zur Verfügung! Becherkuchen-kokos-heidelbeeren Geburtstagstorte

FrüchtebrotDamit wäre die Anfrage einer Leserin hoffentlich beantwortet, die sich nicht sicher war, was sie ihren Gästen zukünftig servieren soll.

Wir müssen es schaffen unsere Liebsten davon zu überzeugen, dass Zucker weder für Süßspeisen und schon gar nicht für andere Lebensmittel gebraucht wird. Es geht auch ohne! Und es schmeckt!!!

Danke Schwiegermama!