Verhaltensauffälligkeiten

Der Monat 2 neigt sich dem Ende zu! Das bedeutet, dass wir beinahe 1/6 der zuckerfreien Zeit „überstanden“ haben. Müssen wir sie überstehen oder sollten wir sie nicht eher geniessen? Eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Im Rahmen dieses Experiments könnte/sollte aber bereits der Weg das Ziel sein. Wir werden sehen. Knapp 2 Monate sind vergangen und knapp 2 Monate dauert es noch bis der Heilige Abend vor der Tür steht. Damit beginnt eine Zeit in der die meisten von uns (bis jetzt) das ein oder andere Speckröllchen zulegen. Bei manchen werden es auch Rollen oder Ringe. Da muss man schon aufpassen, dass man nicht zum „Herr der Ringe“ wird😉 Prinzipiell könnten wir uns dieses Jahr auf der sicheren Seite wissen, denn schliesslich fallen ja die „normale“ Weihnachtsbäckerei und auch die nächtlichen Glühwein- und Punchorgien durch die zuckerfreie Zeit aus. Ja!, Sie haben richtig gelesen! Kekse, Glühwein, Punch & Co. sind selbstverständlich Zuckerbomben! Wer gar nicht darauf verzichten will, kann natürlich Kekse mit Honig backen, den Glühwein selber machen und ihn einfach mit ungezuckertem Fruchtsaft süßen (probieren Sie mal Cranberry- oder Kirschsaft, ist super und man braucht kein Gramm Zucker!). Aber zurück zum Thema und bitte denken Sie daran: Wir wollen Zucker reduzieren und uns so gesund wie möglich verhalten! Ich gehöre auch zu den Menschen, die dieses „Kühlschrankge(h)n“ in sich tragen. Was das ist? Okay, Sie gehören wohl nicht dazu. Also, die Betroffenen – ich würde sie ja fast als Opfer ihrer Erbanlagen bezeichnen – checken nach dem Abendessen in regelmäßigen Abständen (ich würde meinen alle 15min.) den Kühlschrank auf deren Inhalt. Nein, nein, Moment. Wir Betroffenen wollen nichts mehr essen, wir schauen ja nur. Vielleicht verändert sich da drin ja was. Wer weiß? Also nur schauen. Okay, manchmal bleibt es nicht beim Schauen, sondern manchmal, ja auch das ein oder andere Mal öfter, wird dann auch noch gesnackt. Ja, nur noch mal einen anderen Geschmack in den Mund bekommen. Nur ein klein bisschen naschen. Bis jetzt bekam ich meine Erfüllung in einem Stückchen dunkler Schokolade. Tatsächlich war ich bis vor 2 Monaten beim Konsum von Süßem recht diszipliniert. Seit dem ich nun keine Schokolade mehr esse, „brauche“  ich eine Alternative und habe diese in Käse gefunden. Nur noch ein Stückchen Käse. Alles klar. Dieses „Stückchen Käse“ hat nun dazu geführt, dass ich das 1kg Gewicht, das ich anfangs verloren habe, nun wieder drauf hab. Leuchtet auch ein, nachdem Käse hauptsächlich aus Fett besteht und Fett im Vergleich zu Zucker mehr als das Doppelte an Energie liefert. Warum ich Ihnen das erzähle? Wer durch den Verzicht auf Zucker auch das ein oder andere Kilo verlieren möchte, muss aufpassen, dass sie/er sich nicht auf Irrwege begibt. Sprich: Gehen Sie nicht auf die Suche nach anderen Süßigkeiten (wie z.B. welchen, die mit Agavendicksaft gesüßt wurden) und verirren Sie sich nicht in der Käseabteilung! Ich habs für Sie schon ausprobiert. Es funktioniert NICHT! Nicht so tragisch, denn jetzt stehe ich wieder bei meinem Ausgangsgewicht. Trotzdem möchte ich gerne meine Erfahrungen mit Ihnen teilen, denn selbst wenn man auf Zucker verzichtet, wird die Weihnachtszeit für uns alle eine üppige. Und es geht schon los. Das Martinigansl ist schon beinahe im Rohr…wird heuer schwierig, denn nahezu jedes Rotkraut und auch beinahe alle Semmelknödel werden gezuckert! Tja, was soll man machen? Ich geh jetzt sicherheitshalber noch mal schnell zum Kühlschrank. Nur schauen!🙂

Info für Interessierte: Wer in Wien oder in Wien-Umgebung zuhause ist und sich für die Themen Ernährung, Hormone und Vitalstoffe interessiert, hat die Möglichkeit am Samstag, den 23.11.2013 ein Seminar zu besuchen, bei dem ich die Ehre habe zu referieren. Es sind noch Plätze frei! Nähere Infos finden Sie unter http://gesunderteller.eventbrite.de

10 Gedanken zu „Verhaltensauffälligkeiten

  1. Mah herrlich, ich könnt mich immer zerkugeln bei deiner Wortwahl. Ich kenn das auch, wenn ich am Nachmittag heimkomm, hab ich komischerweise Heißhunger auf ein Stück Käse….
    Bewundernswert nach wie vor wo du die Lebensmittel OHNE Zucker findest, ich tu mir da extrem schwer dabei, brauch Stunden im Supermarkt um dann frustriert das Produkt zu nehmen, dass halt den wenigsten Zucker zugeführt hat.

  2. Hallo Herr Matthai, ich ernähre mich seit Anfang 2013 ketogen, d.h. ohne Einfachzucker und Mehrfachzucker (Polysaccharide), Ich möchte kein Gewicht abnehmen., da ich als Marathonläufer bereits über einen optimalen BMI von 21,3 verfüge. durch den Verzicht auf KH’s auf 6 Broteinheiten pro Tag (72 g) kann man ideal abnehmen. Lesen sie doch dazu mal das Buch von Dr. wolfgang Lutz (Ohne Brot leben). sehr gut ist auch The Art and Science of Low Carbohaydrate Living von Jeff Volek und Stephen Phinney.

  3. Oh Du unser lieber Familienarzt -. wiedermal SUPER geschrieben , wir haben alle sehr gelacht – ja , ja so ist das Leben . Da glaubt man alles ist im grünen Bereich weil man dem Zucker ausweicht – und plötzlich gibt`s da wieder andere Fallen auf dem Weg !! …. aber der Weg ist das Ziel !!
    Brauchen jetzt in den Geschäften immer DOPPELT so lange🙂

  4. Hallo Christian
    Beglückwünsche deinen Entschluss dich der Herausvorderung zu stellen 365 Tage zuckerfrei zu ernähren. Hab erst heute von deinem Projekt gelesen in „Gsundheit in Tirol“ und mal nachgelesen wie es dir so dabei ergangen ist. Bin selber seit Jahren als Biologe am Etikettenlesen und Zuckerreduzieren und immer wieder erstaunt was sie nicht alles hineinpacken um uns den Geschmack so richtig zu „verderben“. Das mit den Geschmacksnerven verbessern kann ich nur bestätigen!!!!!!
    Bleib am laufenden und werd auch meinen Kunden davon erzählen. Viel Glück noch
    Der VC Geri aus Innsbruck !!!!

  5. Hallo Herr Matthai,
    Ich benutze seit fast 2 Jahren keinen Zucker mehr, aber ich habe auch Brot, Pasta und Co aus meinem Speiseplan gestrichen, die im Endeffekt ja einen ähnlichen Effekt auf den Insulinspiegel haben wie Zucker. Bei mir hat es nicht nur den Erfolg gehabt, dass ich nicht mehr nach dem Essen auf die Suche zum Kühlschrank gehe oder jedes Essen wieder ein Geschmackserlebnis ist, sondern bei mir hat das auch dazu geführt, dass ich die Psoriasisarthritis, die ich seit 12 Jahren habe, im Griff habe und meine Medikamente absetzen konnte. M
    Mit freundlichen Grüßen
    Karin Bohusch

  6. Ein wenig off topic zum Stichwort Agavendicksaft, der hier immer mal wieder erwähnt wird, vielleicht ein kleiner Denkanstoß: Er gehört imho nicht zu den „gesünderen“ Zuckeralternativen. Und zwar v.a. aus 2 Gründen: Er wird wesentlich mehr industriell bearbeitet als z.B. Ahornsirup (Haltbarmachung usw.) und hat damit sehr wenig mit „naturbelassen“ zu tun (okay, für viele ist es vlt. kein so wichtiges Kriterium bei der Suche nach „Ersatzstoffen“). Die Agavenplantagen in Mexiko (wo der Sirup herkommt) werden außerdem gespritzt. Wie Rückstandsfrei die Bio-Variante ist kann ich jetzt nicht beurteilen.
    Zum anderen besteht Agavendicksaft hauptsächlich aus Fructose (im Gegensatz zum niedrigeren Fructosegehalt bei Honig und Ahornsirup, der sogut wie keine F. enthält. Dass Fructose, wenn sie nicht zusammen mit Ballaststoffen aufgenommen wird, problematisch ist, und nicht „der bessere Zucker“ z.B. für Diabetiker, wie lange angenommen, dürfte keine besonders neue Info sein (siehe Dr. Lustig u.a.), da sie im Gegensatz zu Glucose/Saccharose kaum verwertet wird, sondern in der Leber landet (ähnlich wie bei Alkohol-Abbau) und sie bei zu hohem Konsum verfettet und dort u.U. Insulinresistenz verursacht. Vereinfacht ausgedrückt.
    Und trotzdem wird das Agavendicksaft sauteuer als eine „gesunde Alternative“ vermarktet. Bloß dass das einzig gesunde daran anscheinend das Image ist (wie bei so vielen anderen „health products“), dass irgendwie keiner zu hinterfragen scheint.

    Lg aus Wien.

  7. Kaum zu glauben, tatsächlich 2 Monate geschafft🙂 – “ Nur noch 10 Monate “
    Ja stimmt, es werden Alternativen gesucht und es ist nicht immer einfach!
    Weihnachtszeit wird sicher schwierig, hoffe sehr, daß ich da nicht schwach werde.
    Punsch und Glühwein, darauf kann ich verzichten;
    Aber nicht auf Vanillekipferln oder vielleicht doch? Tja es wird mir nichts anderes
    übrig bleiben. Vielleicht kommt da der Joker zum Einsatz🙂

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