Darfs ein bisserl mehr sein? Sicher nicht!

Kommt Ihnen diese Frage der Verkäuferin/des Verkäufers von der Fleischtheke vielleicht bekannt vor? An und für sich bin ich da ja nicht so kleinlich. Wenn ich auf die Bitte 200g Schinken aufgeschnitten zu bekommen allerdings regelmäßig 260g eingepackt kriege (immerhin 30% mehr), frage ich mich doch schön langsam warum ich hier am „Tresen“ überhaupt eine Zahl nenne und nicht einfach abwarte wie viel es denn heute sein wird? Egal, denn diese kleinen Ärgernisse gehören sowieso der Vergangenheit an. Nein, eben nicht weil ich nur mehr abgepackten Schinken kaufe, sondern weil ich in Zukunft höchstwahrscheinlich gar keinen Schinken mehr kaufen/essen werde. Mein Misstrauen wächst von Tag zu Tag. Es ist egal, ob Sie lieber Schwein, Rind, Pute oder Huhn essen, denn beinahe alle abgepackten Wurstwaren sind zuckerverseucht! Einfach unglaublich. Da greift man eh schon zum Magersten vom Mageren in dem Glauben einem etwas Gutes zu tun und dann sind sämtliche Produkte mit Zucker versehen. Das darf doch wirklich nicht wahr sein!? „Müssen“ wir jetzt alle zu Vegetariern werden? Ich sag es Ihnen gleich: Die abgepackten vegetarischen Produkte sind mit Sicherheit um nichts besser. Nun bin ich dermaßen verunsichert, dass ich mich eigentlich nicht mehr traue an der Theke zu bestellen. Bin mir fast sicher, dass auch die „offene“ Ware ebenso Zucker enthält. Fragen Sie die Person, die Sie das nächste Mal an der Wurstabteilung bedient doch mal, ob in dem Schinken, den Sie gerade bestellt haben Zucker enthalten ist. Es wird Ihnen wie mir ergehen. Sie werden angesehen als ob Sie vom Mond kommen. Viel Spaß dabei. Der Nachbar neben Ihnen wird Sie genervten Blickes ansehen und sich denken warum Sie seine Zeit mit solchen Schwachsinnsfragen stehlen. Nehmen Sie es ihm nicht übel, er ist einfach nur unwissend. Die Lösung? Die sicherste Variante ist beim Bio-Bauern zu kaufen oder einfach zu verzichten. Anders geht es wohl kaum. Im großen Haufen der Enttäuschungen habe ich (besser gesagt eine liebe „Verbündete“) aber doch noch einen zuckerfreien, abgepackten Schinken gefunden. Hier liegt der Warenpreis allerdings in einer Kategorie, die weh tun könnte. Zugegeben, es handelt sich dabei um Wildschweinschinken, der wohl generell etwas teurer ausfällt. Kann mir einer verraten warum alle Wurstwaren Zucker enthalten müssen? Eigentlich möchte ich zurzeit kein Vegetarier sein. Mit Sicherheit werde ich weder jetzt noch in Zukunft gezuckerte Wurst essen! Wo kommen wir denn da hin!?SchinkenSchinken1Schinken2Schinken3

12 Gedanken zu „Darfs ein bisserl mehr sein? Sicher nicht!

  1. Hallo Christian – eine Frage , im Cottagecheese ist auch Zucker drin – ist das jetzt der Milchzucker, der ja drin sein darf – oder eine Art Zucker , die da nichts verloren hat ?? ….. und was ist mit Coke Zero ? da ist Cyklamat , Acesulfam K und Aspartam drinnen – also kein Zucker enthalten ??!!
    Grüße aus Salzburg🙂

    • Bei dem in Cottagecheese enthaltenen Zucker handelt es sich um natürlichen Milchzucker. Ich kenne keinen Hüttenkäse dem extra Zucker zugesetzt wurde. Alle chemischen Zuckerersatzstoffe sollten unserer Gesundheit zu Liebe ebenso gemieden werden. Es handelt sich dabei aber um eine „Zusatzregel“, die ich mir selber auferlegt habe. Das darf jeder für sich selbst entscheiden. Alles Liebe zurück aus Wien!

  2. Hi, das Wurstproblem kenne ich. Sogar im Wellnessschinken von Berger sind zwei Zuckerarten. In der Kinderwurst vom Hofer gleich vier verschiedene. Auch in Biowurstwaren und selbst am Speck wirst du Zucker finden. Es ist irre wo der ueberall drinnen ist. Ich habe einen Bauern bei uns da bekomme ich Wurst ohne Zucker. Alles Gute weiterhin lg Doris

  3. Du sprichtst mir dermassen aus der Seele. Ich find es so eine Frechheit was die Lebensmittelindustrie uns da unterjubelt und du hast fast keine Chance dich diesem Wahnsinn zu entziehen. Wenn du Zugänge zu Biobauern etc. hast, wär ich dir sehr verbunden, weil ich wär die erste die die Supermärkte beukotiert. (Raum Wien/südl. NÖ/Nordburgenland)

  4. Es gibt leider wirklich kaum Wurstwaren bzw. Schinken ohne Zucker.
    Auch beim Beinschinken vom Berger (Zielpunkt) steht vorne „glutenfrei und laktosefrei“ und hinten bei den Zutaten: Maltodextrin, Dextrose😦
    Dachte eigentlich laktosefrei = zuckerfrei!
    Werde mich mal im Reformhaus umsehen, ob es dort zuckerfreien Schinken gibt.

  5. Naja, in Wahrheit ist die Menschheit selbst schuld an diesem Dilemma. Die Lebensmittelindustrie versucht nur unseren scheinbar unersättlichen (Kauf)hunger zu stillen – dementsprechend müssen Lebensmittel länger haltbar sein, da sie sonst mit der Produktion der Massen nicht nachkommen würde.
    Würden wir also beispielsweise wieder mehr auf saisonal und regional umstellen – und zwar alle – dann würde es auch vielleicht wieder mehr Lebensmittel mit besserer Qualität geben. Die wären dann (mit hoher Wahrscheinlichkeit) auch teurer…

    • Ja das stimmt, nur leider gibt es immer noch viel zu viele Menschen denen egal is was sie essen, Hautsache es geht schnell und is billig. Solang sich diese Prioritäten nicht verschieben, wird sich leider auch nix ändern. Braucht man ja nur mal in die Kantinen unserer Schulen und Kindergärten schauen. Der Fisch fängt immer am Kopf zu stinken an.

  6. Ja, nicht nur, dass die meisten Schinken mit Wasser gestreckt und damit gepanscht sind, Traubenzucker ist generell überall dabei. Vielleicht ist das wegen dem Aufschnitt, dass sich die Aufschnittfläche verfärbt oder so.
    Gestern war ein Prosciutto der einzige ohne Zucker – und der ist jetzt auch nicht gerade ein Diskont-Produkt.
    Fazit: Anscheinend gibt es nur 2 Möglichkeiten – Zucker 6 & Co in allem, oder brennen wie ein Luster.

  7. Ich schließe mich den Worten von Julia Morolz an. Ich mache Schinken und Wurst für den Eigenbedarf selbst. Aber nicht weil diese Waren Zucker enthalten, sondern wegen der vielen anderen Zusatzstoffe. In erster Linie das sogenannte Nitritpökelsalz, den Glutamaten und was sonst noch eventuell „verschwiegen“ wird.
    Zucker wird eigentlich nur wegen der Farbstabilisierung zugestzt, genau wie Natriumnitrit. Ohne diese Mittelchen ist die Farbe der Wurst eher uninteressant. Bei der Leberwurst — grau statt rosarot — für mich kein Qualitätsmerkmal und daher lasse ich es einfach weg.
    Phosphate werden beigemengt wegen der Verbesserung der Bindefähigkeit — einfaches Senfmehl erfüllt den gleichen Zweck.
    Dies alles sind Gründe warum ich Wurst & Schinken selbst mache. Hinzu kommt aber noch ein viel wichtigerer Grund. Ich möchte wissen woher das Fleisch stammt das ich verarbeite und später zu mir nehme.
    Billig erzeugtes Fleisch, mit genmanipuliertem Sojamehl als Futtermittel, ist um ein vielfaches schlimmer. Zur Info einfach mal bei Youtube den Suchbegriff „ARTE Doku und Glyphosat“ eingeben. Vorsicht, das ist nichts für zarte Gemüter (!!!)
    Fazit: Ich zahle lieber etwas mehr, weiß aber ganz genau was ich zu mir nehme. Außerdem schmeckt es allemal besser, auch ohne Zucker und sonstiges…….

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s