Man soll Feste feiern wie sie fallen – das Panademassacker

Ich hatte ein wunderbares Wochenende! Ich hoffe Sie auch!? Anlässlich der Taufe meiner bezaubernden Nichte Lily luden meine Schwester und ihr Mann zu einer großen Familienfeier. Da Festivitäten nicht selten kulinarisch genussvoll ausfallen – und meine Schwester hat sich da nicht lumpen lassen – wurde das freudige Ereignis der Taufe für mich zu einem „süßen Minenfeld“. Es begann mit einem Abendessen bei einem bekannten Wiener Heurigen. Kein Blatt vor den Mund nehmend wollte ich mich bei dem Chef des Heurigen vergewissern, welche Speisen des Buffets denn zuckerfrei wären. Leicht irritiert und auch ein wenig desinteressiert versicherte er mir, dass da „sicher“ nirgends Zucker enthalten sei. Ich entschied mich – durchtränkt von Misstrauen – schlussendlich für Backhendl und Krautsalat. Sicherheitshalber habe ich die Panade vom Backhendl entfernt, da eine Panade ja aus Semmelbröseln gemacht wird und Weißbrot in den meisten Fällen auch Zucker beinhaltet. Ich habe dem Huhn also ein weiteres Mal das „Fell“/Haut über die Ohren gezogen. Denken Sie daran: Alles Panierte, Gebackene und Frittierte enthält mit höchster Wahrscheinlichkeit auch Zucker. Ganz abgesehen davon empfehle ich Paniertes weitgehend zu meiden. Ich persönlich bin weder großer Fan davon noch möchte ich es irgendjemandem empfehlen, da solche Speisen tatsächlich sehr ungesund sind. Am nächsten Tag – dem Tag der Taufe – war ich sehr gut aufgelegt und genoss das freudige Ereignis. Wie das bei Feiern so üblich ist, bekamen wir feinstes Sprudelwasser! Ein Hoch auf den Täufling! Eiskalt, einfach phantastisch. Am Tag nach der Taufe plagte mich das schlechte Gewissen. Kann es sein, dass Schaum- oder Perlweinen extra Zucker zugesetzt wird? Nach ausführlicher Internet-Recherche – und glauben Sie mir, ich wünschte ich hätte etwas anderes gelesen – musste ich erfahren, dass wohl ALLEN Schaumweinen Zucker zugesetzt wird, um den Kohlensäuregehalt dementsprechend gestalten zu können. Ich wusste das nicht, dachte mir beim Trinken aber bereits, dass das Gesöff irgendwie sehr süß schmeckt. Das ist ein Phänomen, das ich bereits nach den ersten 8 Tagen Zuckerabstinenz bestätigen kann: Man wird deutlich sensibler was Zucker angeht. Man schmeckt offensichtlich viel intensiver. Macht Zucker etwa auch unseren Geschmack kaputt? Ansonsten konnte ich mich zuckerfrei durch das Wochenende schlagen. In Zukunft gilt also: Wir verzichten auf Sekt, Prosecco, Champagner & Co. PanadeKonsequenterweise habe ich sogar auf die Tauftorte verzichtet. Lily, ich hoffe du verzeihst mir!?

Ein kurzes Resümee nach der ersten Woche: Es fühlt sich einfach gut an!!! Bilde ich es mir ein oder nicht? Ich weiß es nicht. Trotzdem genieße ich das neue Lebensgefühl! In etwa 2 Wochen werde ich meine Vitalstoffbefunde online stellen. Will mal sehen was der Zucker in den vergangenen Monaten so mit meinen Vitaminreserven angestellt hat. Selbstverständlich wird es eine Kontrollanalyse am Ende des Experiments geben. So und nun auf in die Woche 2!Torte

8 Gedanken zu „Man soll Feste feiern wie sie fallen – das Panademassacker

  1. Interessant wäre doch auch eine Speichelprobe! Wie sich die Speichelqualität verändert im Laufe des Jahres… Als kleine Anregung😉
    Lg Zahnärztin aus Graz!

  2. Musst beim Wein bleiben, lieber Christian…haben ja eh so guten in Wien🙂 Ich mach übrigens seit dieser Woche mit 2 Freundinnen einen Monat lang mit! Bussi, Marion

  3. Mein persönlicher Rückblick auf zehn zuckerfrei Tage: Ich bin begeistert über die positiven Begleiterscheinungen und gleichzeit auch erstaunt, dass so vielen Lebensmitteln Zucker zugefügt wird. Ich war bisher ein echter Zucker-Junky. Doch schon nach wenigen Tagen ist mein Gusto auf Süße sehr zurückgegangen. Ich esse eben Obst, und ja, ich kann auch bestätigen, dass mein Süßigkeitsempfinden viel intensiver geworden ist. Eine unglaubliche Nebenerscheinung ist, dass ich drei Kilogramm abgenommen habe, in zehn Tagen! Ich esse jetzt auch viel weniger, meine Heißhunger-Attacken bleiben vollkommen aus. Ja, und ich habe endlich Durstgefühl! Ich musste mich zuvor zum Trinken zwingen, weil ich einfach nicht durstig war. Was ich noch positiv bemerkt habe, mein seit drei Wochen vorhandener Schulterschmerz war schon nach vier Tagen Zuckerabstinenz verschwunden. Dieser Entzündungsschmerz ist einfach weg. Ich fühle mich sehr fit, ausgeglichen und mache mich täglich auf die Jagd nach zuckerfreien Lebensmitteln wie z. B. die zuckerfreie Schokolade LOVECHOCK aus dem Bioladen. LG

  4. Vom Sekt habe ich gewußt, dass da Zucker zugesetzt wurde, schon wegen der Dosage, aber beim Champagner?? Bin ganz entsetzt, ist doch mein Lieblingsgetränk!

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