Rocky road to Paris

Tatsächlich bin ich ein wenig froh, dass ich wieder zurück bin. Nicht, weil Paris nicht wunderschön wäre. Nein, eher aus kulinarischen Gründen. Als bemühter Ehemann habe ich meine Frau zu unserem Hochzeitstag nach Paris „entführt“. Ja, mir war dabei bewusst, dass es sich bei Paris um das Epizentrum des Süßen handelt. Konzentriert und hoch motiviert schlug ich mir, umzingelt von Croissants, Eclairs und pain au chocolat meinen zuckerfreien Weg durch die Stadt der Liebe. Es folgt eine kurze Wegbeschreibung: Die Lounge am Flughafen übersät mit Kuchen, Schokobananen, zuckerhaltigen Weißmehlprodukten und einem Aufstrich, bei dem ich mir sicher war, dass er nicht ohne Kollateralschaden geblieben ist. Ich lasse lieber die Finger davon. Im Flugzeug bekommt man lediglich Kekse und „Cracker“ angeboten. In der Annahme, dass die Cracker ebenso mit Zucker versehen sind, lehne ich dankend ab und faste weiter. Abends in Paris angekommen besuchen wir ein asiatisches Restaurant. Bis jetzt kein Problem. Ok, ich wähle den Hühner-Salat „Buddha Bar“, als Zwischengang den Pulpo-Salat und dann einen Fisch mit Gemüse. Schien mir eine kluge Wahl. Da meine Französischkenntnisse äussert dürftig sind, traute ich mir eine Diskussion über Zucker nicht zu. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass 2 der 3 Gerichte „clean“ waren. Ich bin mir jedoch auch ziemlich sicher, dass im Dressing des Hühnersalats entweder Honig oder sogar Zucker enthalten waren. Es gilt also in Zukunft auch in den Restaurants – wann immer es möglich ist – nachzufragen und aufzupassen. Am nächsten Tag wurde es nicht leichter. Es gibt in Frankreich tatsächlich viele coole „Gesundheitsimbisse“. Diese bieten zahlreiche Salate und Sandwiches an, die auf den ersten Anblick auch wirklich ansehnlich sind und auch gesund wirken. Doch glauben Sie mir, ich konnte beinahe kein einziges Produkt entdecken, dass frei von Zucker war! Einfach unglaublich. In jedem Salat eine Form von Zucker drin. Was mir blieb, war eine schmackhafte Obstmahlzeit. Anders ging es nicht, da ich unbedingt standhaft bleiben wollte. Apropos standhaft. Darf ich Sie ein bisschen „quälen“? Es folgt ein Auszug aus der Galerie „den Joker schon in der Hand“.

Viel Spaß😉Paris2

Paris

Meine Frau liebt pain au chocolat

Paris1

Notre Dame aus purer Schokolade!Paris3

 

PS: Am Rückflug habe ich, vom Hunger getrieben, dann doch die Cracker bestellt. Es waren Rosmarin-Cracker OHNE Zucker! Und gut waren sie obendrein😉

7 Gedanken zu „Rocky road to Paris

  1. Schöner Bericht!
    Und toller Blog mit spannendem Projekt.

    Wenn Paris mit zuckerfreier Überzeugung überstanden wurde, kann einen sicherlich kaum noch etwas erschüttern😉
    Ich hoffe, Ihre Frau konnte ihren pain au chocolat geniessen!

    Restaurantbesuche sind ne wirkliche Herausforderung, alleine der Satz vieler Köche, dass eine Prise Zucker jedes Gericht erst richtig schmecken lässt. Schwierig.

    Eine Projektteilnahme reizt mich sehr, ich starte allerdings erst einmal mit einem colafreien Monat und einer bewussteren Ernährung.

    Viel Spass weiterhin! Beim Bloggen und der neuen Ernährungsweise!

  2. Mir ging es in NY genauso🙂
    War mir nur nicht sicher, ob es nur der gelernte Fokus als Süchtige ist, oder ob die in NY tatsächlich an jeder Ecke was schöne buntes mit viel Zucker anbieten. Nach Ihren Bildern fühle ich mich bestärkt, dass es nur der Fokus ist, den wir neu lernen müssen. Ich habe mir in NY immer gesagt, dass ich froh bin, nichts Süßes mehr zu essen. Denn andernfalls hätte ich täglich nur Blödsinn gegessen. Mir hats geholfen.

  3. Na , dann mal alles Gute im Nachhinein zum Hochzeitstag ( Lisa hat ja Gott sei Dank dem Süßen nicht widerstehen müssen :-)) – Danke für die wunderbaren Schilderungen , die uns immer wieder zum lachen bringen ( wir sitzen jeden Tag und lesen Deine Postings )
    Ich weiß , dass es total schwierig ist , vor allem , wenn Du noch normal arbeiten und Dich um Deine Familie kümmern musst !!!
    Hut ab – und vvvvviiiiiieeeeelllllll Durchhaltevermögen – ich bemüh mich redlich Deinem Vorbild zu folgen🙂 !!!

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