Eine erste Bilanz

Der erste von zwölf zuckerfreien Monaten ist nun vorüber und es wird Zeit Zwischenbilanz zu ziehen. Dass Zucker unsere Gesundheit gefährden und langfristig gesehen auch großen Schaden anrichten kann steht ausser Frage. Die entscheidende Frage dabei, und das versuche ich im Rahmen des Experiments herauszufinden, bezieht sich auf die vernachlässigbare Menge an Zucker, die wir konsumieren dürfen, um schadenfrei oder besser gesagt mit einem blauen Auge davon zu kommen. Sprich: Sind kleine Mengen an Süßem erlaubt, bleiben diese ohne Folge oder ist auch ein wenig Süßes schon zu viel, da ja in nahezu sämtlichen industriell hergestellten Lebensmitteln Zucker enthalten ist? Denn nach einem Monat ist für mich klar: Auf Süßes zu verzichten heißt noch lange nicht keinen Zucker zu konsumieren. Wer bis jetzt glaubte durch seine disziplinierte Dessertrestriktion kaum Zucker zu essen, der hat sich ordentlich geschnitten! Es sei denn, er/sie verzichtet zusätzlich auf abgepackte Produkte, Saucen, Gewürzmischungen, Suppenwürfel, Joghurts, Dosen, etc. Ist dem nicht so, kann man sich in Zuckersicherheit wiegen. Die Lebensmittelindustrie sorgt schon dafür! Die erste Erkenntnis nach einen Monat lautet ganz klar: Das Leben ist mühsamer und aufwendiger geworden! Der Feind (Zucker) lauert überall. Wissen Sie was beim Versuch auf Zucker zu verzichten am einfachsten ist? Der Verzicht auf Süßes! Jawohl! Auf Süßigkeiten zu verzichten ist eine Leichtigkeit im Vergleich zum Vorhaben allen Zuckerfallen zu entgehen! Wer Inhaltsangaben von Lebensmitteln studieren kann, darf sich in Sicherheit wiegen. Doch wie sieht es in Restaurants, unterwegs oder an der Wursttheke aus? Sind Sie sich ganz sicher, dass da kein Zucker drin ist? Können Sie gar nicht. Hier heißt es vertrauen oder verzichten. Der Verzicht auf so manche kulinarische Feinheiten hat in den letzten Wochen dazu geführt, dass ich 1kg abgenommen habe. Ich denke nicht, dass die Abnahme auf den Verzicht von Süßigkeiten zurückzuführen ist. Wen es nach was Süßem gelüstet kann ja auf Alternativen wie Honig oder Agavendicksaft ausweichen. Und glauben Sie nicht, dass diese beiden im Vergleich zu klassischem Haushaltszucker figurbewusster wären. Die Gewichtsabnahme kam bei mir dadurch zustande, dass ich in manchen Situationen tatsächlich gar nichts 100% zuckerfreies gefunden habe und dann statt einem „unsicheren“ Mittagessen einfach nur Obst gegessen habe. Tatsächlich bleibt einem nämlich aufgrund mangelnden Angebots manchmal nur das Fasten. Was mir in den letzten Wochen negativ aufgefallen ist, ich hatte es in vergangenen Berichten bereits kurz erwähnt, sind Kopfschmerzen unter denen ich normalerweise äusserst selten leide. Diese ungeliebten Kopfschmerzen sind in den letzten Wochen tatsächlich auffällig oft aufgetreten. Doch „Entzugserscheinungen“? Reagiert mein Körper doch auf die Abstinenz? Unterm Strich fühle ich mich aber trotzdem sehr wohl. Ja, ich fühle mich sogar sehr gut. Nicht, weil ich vor lauter Energie Berge versetzen könnte. Ich fühle mich gut, weil ich weiß und mir dessen bewusst bin, dass ich meinem Körper eine Menge „Schadstoff“ erspare. Ich fühle mich gut, weil ich der Lebensmittelindustrie die Stirn biete und Menschen für das Thema Zucker sensibilisiere. Ich freue mich, dass Medien daran Interesse haben und darüber berichten. Ich freue mich, dass Menschen wie DU mitmachen und ihr Leben deswegen gesünder gestalten. Ich bin gespannt auf das was die Zukunft bringt. Ich bin gespannt auf die Runde 2 in einem 12-Runden Kampf. Einem Kampf in dem mein Gegner ein absolutes Schwergewicht darstellt. Mit meinen 74kg nicht gerade meine Gewichtsklasse. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass man mit Ausdauer auch übermächtige Gegner in die Knie zwingen kann. In diesem Sinne nehme ich die Deckung hoch und gehe frohen Mutes und Kampfeswillen in die Runde 2. Ich hoffe ihr seid noch bei mir!?

Verlockendes Angebot

Sojasauce1

Mit normalem Salzgehalt, dafür ohne Zucker

Viele Lebensmittelproduzenten „locken“ den Kunden mit Verpackungsaufschriften, die das Produkt als ein gesünderes oder sagen wir etwas weniger ungesundes präsentieren sollen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Maßnahmen, durch die der Gehalt an Fetten oder Zucker reduziert wird. Light-Produkte sind nicht generell abzulehnen, täuschen aber sehr oft etwas vor was sie nicht erfüllen. In den Supermarktregalen finden wir also fettreduzierte Chips, fettreduziertes Joghurt, fettreduzierte Wurstwaren und, und, und. Tatsächlich liegt der Fettgehalt bei diesen Produkten auch unter den normalerweise verwendeten Fettmenge. Nun läuft das Produkt allerdings Gefahr an dem „gewohnten“ Geschmack einzubüßen, da Fett ein wichtiger Geschmacksträger ist. Aus diesem Grund wird vielen fettreduzierten Produkten noch mal eine Extraportion Zucker zugesetzt. Zucker „bringt“ ebenso Geschmack und soll einem enttäuschenden Geschmackserlebnis vorbeugen. Wir sparen somit auf der einen Seite zwar an gefährlichen Fetten, flößen uns andererseits aber den genauso gefährlichen Zucker in größeren Mengen ein. Der gesundheitliche Nutzen ist somit wohl dahin. Ähnliches ist mir bei der Sojasauce passiert. Seit geraumer Zeit verwende ich salzreduzierte Sojasauce. Wir Österreicher – und nicht nur wir – konsumieren deutlich zu viel Salz, was ein enormes Krankheitsrisiko mit sich bringen kann. Die WHO empfiehlt 5g pro Tag und wir liegen bei etwa 8g täglich. Einfach viel zu viel. Dadurch können über die Jahre Bluthochdruck, Nieren- und Herzkrankheiten entstehen. Ein heikles Thema. Aus diesem Grund achte ich sehr bewusst darauf wie viel Salz ich zu mir nehme. Auch hier stehen wir vor dem Problem, dass wir ja nicht nur Salz essen, wenn wir zum Salzstreuer greifen, sondern auch Salz so wie Zucker in zahlreichen Lebensmitteln enthalten ist von denen wir nicht glauben, dass sie gesalzen sind. Wie zum Beispiel in Müslis, Pudding, sämtlichen Backwaren oder eben auch Saucen. Leider musste ich kürzlich feststellen, dass meine salzreduzierte Sojasauce zwar ein guter Versuch war um meine Gesundheit zu schützen, es aber lediglich beim Versuch blieb, denn auch hier ist Zucker enthalten. In den normalen Supermärkten habe ich bis heute noch keine salzreduzierte, zuckerfreie Sojasauce entdeckt. Ich hoffe wieder einmal auf den Bioladen. Also bitte nicht hinters Licht führen lassen und immer wachsam sein! Vom einen weniger heißt oft vom anderen mehr…Sojasauce

„Zucker: Die letzte legale Droge“ – Literatur für besonders Interessierte!

Meine Lieben! Die 3. Woche ist zuckerfrei und damit erfolgreich zu Ende gegangen. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich das Ende des Programms keinesfalls herbeisehne. Es wäre ja auch absurd sich zu wünschen, dass ein Jahr seines Lebens schnell vergeht. Nein, bei diesem Projekt gilt eindeutig: Der Weg ist das Ziel! Ein Weg in ein gesünderes Leben mit der besseren Ernährung und einem bewussteren Verhalten. Soweit geht es mir sehr gut! Leicht angeschlagen halte ich mich wacker im Kampf gegen eine Erkältung. Momentan ist ja fast jeder krank. Hätte ich meinem Immunsystem durch die Zuckerabstinenz nicht einen richtigen „push“ gegeben, würde ich möglicherweise auch schon mit einer Erkältung im Bett liegen? Ich gehe davon aus, dass ich diesen Winter nicht krank werde. Mal sehen. Bislang fehlen mir Süßigkeiten gar nicht. Mein Energieniveau ist gut, meine Stimmung bestens. Von Entzugserscheinen bislang keine Spur. In den letzten Tagen ab und an mal Kopfschmerzen. Das kann aber auch an dem Wetter liegen. Oder ist es doch ein „Zuckerentzugskopfschmerz“? Ich werde es weiter beobachten. Ein lieber Freund hat mich kürzlich auf einen sehr interessanten Beitrag zum Thema Zucker aufmerksam gemacht. Danke dafür! Gerne habe ich euch heute den Text in meinen Beitrag rein kopiert, so müsst ihr nicht auf einen link gehen. Der Artikel stammt von Sonja Schmitzer und wurde (u.a.) bei DocCheck News online publiziert. Viel Spaß beim Lesen! Ist sehr interessant!

Zucker: Die letzte legale Droge

Zuviel Zucker ist ungesund, das predigen wir schon unseren Kindern. Doch wie viel ist „zu viel“? Das untersuchten Wissenschaftler jetzt anhand von Mäusen, denen sie Zucker-Diäten verabreichten. Bereits geringe Zuckermengen wirkten sich negativ auf die Tiere aus.

Statistisch gesehen verzehrt jeder Deutsche etwa 34 kg Zucker pro Jahr. Dabei braucht der menschliche Körper eigentlich gar keinen Zuckerzusatz, er kann Zucker aus Kohlenhydraten einfach selbst herstellen. Die Lust auf Süßes ist uns offenbar angeboren, denn schon Muttermilch schmeckt sehr süß und in der Natur ist süßer Geschmack ein Signal für „nicht giftig“. Für unsere Vorfahren war Nahrung knapp und Zucker nur in Form von Honig oder Früchten verfügbar. Heute gibt es Zucker im Überfluss – ein Milliardengeschäft für die Industrie. Haushaltszucker, oder chemisch Saccharosebesteht aus zwei Teilen: Glucose, auch Traubenzucker genannt und Fructose, Fruchtzucker.

Zucker ist Zucker

Glucose verwertet der Körper mit Hilfe des Hormons Insulin. Da Fruchtzucker direkt von der Leber verarbeitet wird, galt es lange Zeit als gesündere Alternative. Doch inzwischen gibt es Hinweise, dass Fructose Übergewicht fördert und die Entstehung von Diabetes begünstigt. Wenn sehr viel Fruchtzucker, der wegen seiner hohen Süßkraft gerne Softdrinks zugefügt ist, verzehrt wird, lagert die Leber Fett ein. Dann können auch bereits Kinder eine Fettleber entwickeln. Fructose aus Obst gilt als weniger belastend für den Körper, da die Ballaststoffe in Früchten verdaut werden müssen und so dafür sorgen, dass der Zucker nicht zu schnell in die Leber gelangt. Außerdem nimmt der Körper beim Verzehr von Obst auch wichtige Vitamine auf.

Wie viel Zucker ist zu viel?

Doch wie viel Zucker kann der menschliche Körper aufnehmen, ohne krank zu werden? Dr. Ina Bergheim von der Universität Hohenheim, die sich bereits seit Jahren mit dem Thema Zuckerkonsum im Zusammenhang mit übergewichtigen Kindern beschäftigt, äußerte sich dazu gegenüber dem WDR: „Bisher gibt es kaum oder keine Daten dazu, die besagen, was zu viel ist. Wir haben in unseren eigenen Studien festgestellt, dass wir Kinder haben, die normalgewichtig sind und weder einen Leberschaden haben noch unter Bluthochdruck leiden, aber das Doppelte an Zucker im Vergleich zu einem übergewichtigen Kind konsumieren.“

Ist Zucker ein Gift?

Für Prof. Robert Lustig von der University of California in San Francisco, USA, ist Zucker ein im wahrsten Sinne des Wortes schwerwiegendes gesellschaftliches Problem. Er mahnt bereits seit Jahren, dass Zucker nicht ein Problem bei der Bekämpfung von Übergewicht und dessen Folgen sei, sondern DAS Problem. „Die meisten Leute, inklusive vieler Wissenschaftler, sind der Meinung, dass Zucker deshalb gefährlich sei, weil es nur leere Kalorien sind. Wir gehen noch weiter: Zucker ist nach unserer Auffassung ein Gift, wie Alkohol, denn er wirkt im Stoffwechsel ähnlich wie Alkohol.“ Seine Aussagen sind nicht unumstritten, aber es gibt inzwischen selbst in den USA immer mehr zuckerkritische Wissenschaftler. „Wenn Zucker süchtig macht und wenn überall zu viel davon verfügbar ist, werden Menschen Zucker essen, wenn wir nicht gesellschaftlich intervenieren“, so Prof. Lustig. Prof. Rainer Spanagel von der Universität Heidelberg bringt das Zuckerproblem auf den Punkt: „Die Zivilisation hat die Evolution überholt. Denn die Evolution hat nicht damit gerechnet, dass Menschen einmal in einem Paradies leben würden. Und genau das tun wir heute was die Nahrungsmittel anbelangt.“

Auch Schlanke gefährdet

Zucker ist nicht nur ein Problem von übergewichtigen Menschen. Auch bei Schlanken kann der Insulinhaushalt durch zu viel Zucker durcheinanderkommen, wie die etwa 15 % nicht übergewichtigen Typ II Diabetiker zeigen. Auch Tumorzellen lieben Zucker – das ist wissenschaftlich unumstritten. Einige Forscher, darunter Prof. Lewis Cantley von der Harvard Medical School in Boston, gehen sogar davon aus, dass Zucker Krebs verursachen kann. Er vermutet, dass 30 % der Krebsfälle in Europa und den USA durch einen vernünftigeren Zuckerkonsum vermeidbar wären. Noch ist das nur eine Vermutung. Gewiss sei jedoch, dass 24 verschiedene Krebsarten besonders oft bei Diabetikern auftreten, so Cantley. Und weil immer mehr jüngere Menschen unter Diabetes leiden, steige auch das Krebsrisiko dieser Altersgruppe an.

Wie wirkt sich ein realitätsnaher Zuckerkonsum aus?

Dass Zucker ursächlich an verschiedenen Erkrankungen beteiligt ist, ist hinlänglich bekannt. Doch wie viel Zucker ist eigentlich zu viel? Dieser Frage widmete sich ein Forscher-Team von der University of Utah in Salt Lake City, USA. Dazu fütterten sie die Hälfte ihrer knapp 100 Wildtyp Mäuse, die über einen natürlichen Stoffwechsel und ursprüngliche Verhaltensweisen verfügen, mit normalem, die andere Hälfte mit zuckerhaltigem Futter. 25 % der Kalorien des zuckerhaltigen Futters stammten dabei aus Glucose-Fructose-Gemisch, wie es auch in zahlreichen Softdrinks vorkommt. Auf den Menschen übertragen spiegele dieses Futter eine normal gesunde Ernährung plus zusätzlich drei Gläsern Limonade täglich wider, erklären die Forscher. Rund ein Viertel der US-Amerikaner konsumiere diese Dosis Zucker täglich.

Früher tot, weniger Nachkommen, kein Durchsetzungsvermögen

Während ihrer Studie beobachteten die Wissenschaftler das Verhalten der Tiere, ihre Fortpflanzungsfähigkeit und ihre Lebensdauer. Bei den Weibchen wirkte sich der Zuckerkonsum auf die Lebensdauer aus. Nach 32 Wochen war 35 % der Zuckeresser verstorben, bei den normal ernährten Mäusen waren es nur 17 % – gerade einmal die Hälfte. Bei den Männchen beeinflusste der Zucker die Todesrate zwar nicht, wohl aber ihr Fortpflanzungsvermögen: Die mit Zucker gefütterten Männchen hatten rund ein Viertel weniger Nachkommen gezeugt als die Männchen der Kontrollgruppe, wie die Forscher berichten. Und auch ihr Verhalten zeigte Unterschiede: Die Männchen der Zuckergruppe schafften es signifikant seltener, begehrte Plätze im Käfig für sich zu erobern.

Äußerlich unauffällig

Ihre Versuchsergebnisse, die die Wissenschaftler im August im renommierten Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlichten, interpretieren sie folgendermaßen: “Zucker ist selbst in Dosen schädlich, die wir täglich zu uns nehmen und die bisher als harmlos galten“, erklärt der Studienkoordinator Dr. James Ruff. Und vielleicht noch erschreckender: Den zuckerkonsumierenden Versuchstieren unterschieden sich rein äußerlich nicht von den zuckerfrei ernährten Kontrolltieren: Sie waren weder dicker noch hatten sie erhöhte Blutzuckerwerte oder anormale Insulinwerte. Lediglich die Cholesterinwerte seien leicht erhöht gewesen, so die Forscher.

Warum es solche Untersuchungen nicht schon längst gab? „Die gab es durchaus, nur mit sehr viel höheren Zuckerdosen und hochgezüchteten Labormäusen, die zudem in einer wenig natürlichen Umgebung gehalten wurden“, schreiben die Forscher, die vor allem an reellen Versuchsbedingungen interessiert waren.

Zuckerverbot in New York City

Dass Zucker in unserer Gesellschaft bereits zu einem riesen Problem geworden ist, zeigen die bisher erfolglosen Versuche des Bügermeisters von New York City, dem süßen weißen Pulver Herr zu werden: 60 % der Einwohner New York Citys gelten als übergewichtig. Bürgermeister Bloomberg sah sich gezwungen zu reagieren und versuchte Anfang des Jahres alle XXL-Becher für Softdrinks und Kaffee gesetzlich verbieten zu lassen. Diese Getränke sollten nicht mehr in Bechern mit einem Volumen über 16 Unzen, also 473 Millilitern, verkauft werden. Klagen der Getränkeindustrie konnte der gut gemeinte Gesetzesentwurf jedoch nicht standhalten. Ob die Größe der Getränkebehälter tatsächlich maßgeblich am Ernährungsstil der Menschen beteiligt ist, bleibt außerdem fraglich.

Zucker raubt uns lebenswichtige Vitalstoffe…

Jeder weiß, dass Vitamine wertvoll und für den Erhalt unserer Gesundheit unabdingbar sind. Zur Familie der Vitalstoffe gehören aber noch zahlreiche andere Mikronährstoffe, wie etwa Spurenelemente, Mineralstoffe, Aminosäuren, Fettsäuren und viele mehr. Schlechte Ernährung, Alkohol, Rauchen, Stress oder regelmäßige Medikamenteneinnahme führen zwangsläufig zu einer Verminderung des Vitalstoffgehalts im Blut und weiterführend zu einem Ungleichgewicht zwischen schützenden Mikronährstoffen, den sogenannten Antioxidantien, und den belastenden freien Radikalen, die wiederum besonders aggressiven Molekülen in unserem Körper entsprechen. Besteht diese Dysbalance über einen zu langen Zeitraum, können daraus Krankheiten entstehen. Mein Zugang zur orthomolekularen Medizin (Vitalstoffmedizin) liegt im Messen von Vitalstoffwerten. Dabei lässt sich durch eine spezielle Blutabnahme aus der Vene der Gehalt von Mikronährstoffen bestimmen (Vitalstoffanalyse). Warum ich das mache? Durch diese Analyse umgeht man das „Schrotflintenprinzip“. Das heißt, ich nehme nicht ins Blinde hinein in der Hoffnung auf einen gesundheitlichen Nutzen irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel ein, sondern messe zuerst, um dann gezielt ausgleichen zu können. Ich mache solche Analysen zwei Mal pro Jahr bei mir. Und obwohl ich mich wirklich redlich um eine gesunde Ernährung bemühe, habe ich immer wieder Mangelzustände, die man ausgleichen sollte. Liegt das etwa am Zucker? Zucker ist einer der größten Vitalstoffräuber. Wird er in großen Mengen konsumiert, kann er als einer der häufigsten Krankheitsverursacher an den Pranger gestellt werden. Nachdem was wir bis jetzt erfahren haben, müssen wir gar nicht täglich Süßes essen, um große Mengen an Zucker zuzuführen. Denn Zucker ist ja mittlerweile in einem Großteil aller Lebensmittel zu finden. Er wird von uns sehr häufig unwissend und unbewusst aufgenommen. Wie bereits angekündigt präsentiere ich mich heute „gläsern“ und stelle meinen letzten Vitalstoffbefund online, den ich zu Beginn des Experiments bestimmen habe lassen. In etwa 6 Monaten werde ich ihn kontrollieren, um zu sehen ob sich der Verzicht auf Zucker auch auf meine Vitalstoffwerte ausgewirkt hat. Ich denke schon und halte es sogar für sehr wahrscheinlich. Bin schon gespannt. Die Woche 3 neigt sich dem Ende zu. Ich bin stolz auf alle, die bis jetzt durchgehalten haben und freue mich über neue „Quereinsteiger“! Erzählt es weiter und versucht eure Familien und Freunde ebenfalls zu motivieren diese wertvolle Chance zu nutzen, um die Gesundheit zu erhalten! Habt ein wundervolles, zuckerfreies Wochenende! Laborbefund

Wenns mal eng wird…

Meine Lieben! Der Zeitpunkt wird kommen (oder war vielleicht sogar schon da?) an dem es uns gelüstet und schwer fallen wird dem Süßen zu widerstehen. Kürzlich habe ich meine Lust auf etwas Süßes mit dem „Naschen“ getrockneter Gojibeeren gestillt. Kennt ihr diese „Super-Beere“? Eine wahre Wunderfrucht! Zahlreiche Studien belegen ihre gesundheitliche Wirkung. Diese reicht vom Schutz vor Krebserkrankungen bis hin zur Unterstützung bei der Gewichtsreduktion. Ich bin ein großer Fan dieser Beere, weswegen ich bereits vor vielen Jahren ein Produkt entwickelt habe, das unter anderem auch Gojibeeren-Extrakt beinhaltet (Fruit Punch) und dieses auch ganz regelmäßig selber einnehme. Doch Achtung: Man sollte beim Kauf der Gojibeere auf eine gute Qualität achten! Immer wieder decken Untersuchungen Pestizidbelastungen bei den Beeren auf. Damit ihr für die „Zeit der Schwäche“ gewappnet seid, habe ich heute 2 Tipps der besonderen Art für euch. Beim ersten handelt es sich um ein Rezept meiner lieben Frau Lisa, die mir vor ein paar Tagen aus Mitleid eine absolut astreine Süßigkeit zubereitet hat. Natürlich ohne zugesetzten Zucker, dafür mit den besonderen Gojibeeren und natürlich gaaaanz viel Liebe 🙂 Gerne teile ich es mit euch…
„Lisas Rescue Balls“ Rezept für 10 Stück:

3 EL Hafervollkornflocken
2 EL Leinsamen
2 EL gerieben Mandeln
2 EL fein gehackte Walnusskerne
5 getrocknete Datteln fein gehackt
3 EL gehackte Gojibeeren
Etwas Zimt, Piment und Lebkuchengewürz
6 EL Birnensaft
2 EL Dinkel- oder Hafervollkornbabybrei bzw. Hafer-/Weizenkleie
Kokosraspeln zum Wälzen

Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und zehn gleich große Kugeln formen. Falls die Masse zu weich ist, mit etwas Breiflocken binden. Ist sie hingegen zu trocken, noch etwas Birnensaft hinzufügen. Abschließend die Kugeln in den Kokosraspeln wälzen und im Kühlschrank aufbewahren.
Natürlich können die getrockneten Früchte und Nüsse nach Belieben ausgetauscht und variiert werden. Kugel

Für den Fall, dass es mal schneller gehen soll hat mir meine liebe Patientin Daniela S. einen ganz tollen Tipp gegeben! Es handelt sich um Fruchtriegel in den verschiedenen Geschmacksrichtungen, denen absolut keine Form von Zucker zugesetzt wurde. Sie schmecken auch nicht sehr süß, was ich als angenehm empfinde. Ich kann sie wärmstens empfehlen und bedanke mich für den tollen Tipp! Gibt es im Basic Bio Supermarkt auf der Schönbrunner Schlossstraße in Meidling beim U4 Center in Wien. Angeblich bekommt man sie auch in einer „gewusst wie Drogerie“…viel Spaß beim Ausprobieren!

lifebar

Darfs ein bisserl mehr sein? Sicher nicht!

Kommt Ihnen diese Frage der Verkäuferin/des Verkäufers von der Fleischtheke vielleicht bekannt vor? An und für sich bin ich da ja nicht so kleinlich. Wenn ich auf die Bitte 200g Schinken aufgeschnitten zu bekommen allerdings regelmäßig 260g eingepackt kriege (immerhin 30% mehr), frage ich mich doch schön langsam warum ich hier am „Tresen“ überhaupt eine Zahl nenne und nicht einfach abwarte wie viel es denn heute sein wird? Egal, denn diese kleinen Ärgernisse gehören sowieso der Vergangenheit an. Nein, eben nicht weil ich nur mehr abgepackten Schinken kaufe, sondern weil ich in Zukunft höchstwahrscheinlich gar keinen Schinken mehr kaufen/essen werde. Mein Misstrauen wächst von Tag zu Tag. Es ist egal, ob Sie lieber Schwein, Rind, Pute oder Huhn essen, denn beinahe alle abgepackten Wurstwaren sind zuckerverseucht! Einfach unglaublich. Da greift man eh schon zum Magersten vom Mageren in dem Glauben einem etwas Gutes zu tun und dann sind sämtliche Produkte mit Zucker versehen. Das darf doch wirklich nicht wahr sein!? „Müssen“ wir jetzt alle zu Vegetariern werden? Ich sag es Ihnen gleich: Die abgepackten vegetarischen Produkte sind mit Sicherheit um nichts besser. Nun bin ich dermaßen verunsichert, dass ich mich eigentlich nicht mehr traue an der Theke zu bestellen. Bin mir fast sicher, dass auch die „offene“ Ware ebenso Zucker enthält. Fragen Sie die Person, die Sie das nächste Mal an der Wurstabteilung bedient doch mal, ob in dem Schinken, den Sie gerade bestellt haben Zucker enthalten ist. Es wird Ihnen wie mir ergehen. Sie werden angesehen als ob Sie vom Mond kommen. Viel Spaß dabei. Der Nachbar neben Ihnen wird Sie genervten Blickes ansehen und sich denken warum Sie seine Zeit mit solchen Schwachsinnsfragen stehlen. Nehmen Sie es ihm nicht übel, er ist einfach nur unwissend. Die Lösung? Die sicherste Variante ist beim Bio-Bauern zu kaufen oder einfach zu verzichten. Anders geht es wohl kaum. Im großen Haufen der Enttäuschungen habe ich (besser gesagt eine liebe „Verbündete“) aber doch noch einen zuckerfreien, abgepackten Schinken gefunden. Hier liegt der Warenpreis allerdings in einer Kategorie, die weh tun könnte. Zugegeben, es handelt sich dabei um Wildschweinschinken, der wohl generell etwas teurer ausfällt. Kann mir einer verraten warum alle Wurstwaren Zucker enthalten müssen? Eigentlich möchte ich zurzeit kein Vegetarier sein. Mit Sicherheit werde ich weder jetzt noch in Zukunft gezuckerte Wurst essen! Wo kommen wir denn da hin!?SchinkenSchinken1Schinken2Schinken3

Info für die besonders Interessierten…

Für alle Oberösterreicher: Ich hatte gestern Abend schon die Ehre im Oberösterreichischen Fernsehen (Oberösterreich heute) aufzutreten. Heute Vormittag bin ich noch einmal im Oberösterreichischen Radio zu Gast, wo ich im Rahmen der Sendung auch über „das Experiment“ sprechen werde.

Für alle Steirer: Wer sich mit mir persönlich zum Thema Ernährung, Zucker etc. austauschen möchte, kann mich heute um 16 Uhr in der Buchhandlung Moser (Herrengasse 23 in Graz) im Rahmen meiner Buchpräsentation antreffen. 

Allen anderen verspreche ich sie per blog immer auf dem Laufenden zu halten…

Der „sugar buster“ hat wieder zugeschlagen!

Dieses Mal berichte ich von einem „frostigen“ Erlebnis…Eine sowohl in der Praxis als auch im Rahmen von Vorträgen sehr häufig gestellte Frage lautet: „Was ist eigentlich mit Tiefkühlprodukten?“ Ganz abgesehen davon, dass unmittelbar nach der Ernte tiefgefrorene Lebensmittel nicht nur bedenkenlos konsumiert werden können, enthalten diese oft sogar mehr wertvolle Inhaltsstoffe als frische Produkte, die seit Wochen in Lagerhallen und Supermarktregalen vor sich hinvegetieren und/oder lange Transportwege hinter sich haben. Beispiel Kohlsprossen. Einfach ein wunderbares Gemüse. Gibt es nicht das ganze Jahr. Warum also nicht eingefroren kaufen bevor wir es zu Lasten unserer Umwelt aus dem Ausland einfliegen lassen? Lange Rede kurzer Sinn. Meine Antwort lautet dann stets: Kaufen und essen Sie bitte Tiefkühlware. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Zeit zum Einkaufen, Kochen und Essen oft fälschlicherweise zu kurz kommt, bieten Tiefkühlprodukte eine willkommene, schnelle und gesunde Alternative zu Convenience-Produkten! Doch ist das wirklich immer so? Meine Frau, mein Sohn und ich wollten uns kürzlich, es war abends, noch schnell ein Tiefkühlgemüse aus dem Supermarkt holen. Ich sagte zu meiner Frau Lisa, dass ich das schnell mache und sie zwischenzeitlich die restlichen Lebensmittel aus den anderen Abteilungen des Supermarktes besorgen solle. Alles klar, wir treffen uns in 2 Minuten bei der Kasse. Aufgabenteilung. 5 Minuten später, meine Frau überlegte sich mittlerweile ob sie eine Vermisstenanzeige aufgeben sollte, fand sie mich leicht irritiert und verzweifelt beim Regal der Tiefkühlwaren. Houston (in diesem Fall „Lisa“), wir haben ein Problem! 2 meiner Lieblingsprodukte fanden ihren Weg zurück ins Regal, denn auch sie enthalten Zucker. Es handelt sich um Rotkraut und Letscho-Gemüse. Rotkraut wird in den meisten Fällen ja mit Apfel und in der Wintersaison auch mit Maroni verfeinert. Wir wissen, dass diese beiden sehr viel Zucker beinhalten. Warum muss man denn dann noch extra Zucker zufügen? Und was hat Zucker in einem Tomaten-Paprika-Gemüse verloren? Rote und gelbe Paprika haben doch eine deutlich erschmeckbare süße Note!? Ist das nicht ein Jammer? Somit gilt es auch bei Tiefkühlware achtsam und auf der Hut zu sein. Kaufen Sie demnach ausschliesslich nicht behandelte Einzelprodukte. Kohlsprossen, Erbsen, Mais, Karotten etc. wird kein Zucker zugesetzt. Sie können demnach ohne Bedenken gekauft und gegessen werden. Für die Zukunft gilt: Rotkraut und Letscho einfach selber machen! Schmeckt sowieso viel besser! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesundes und genussvolles Wochenende! Wir lesen uns am Montag!LetschoRotkraut

Coffee to go!

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Ohne Zucker und Zuckerersatzstoffe

Kaffee steht in Österreich für Genuss, gesellschaftliches Beisammensein, Tradition und Trinkkultur. Nein, denken Sie jetzt bitte nicht an die dazu passende Mehlspeise. Schon vergessen!? Wir wollten uns momentan doch darum bemühen etwas vom Zucker wegzukommen 😉 Bleiben wir also bitte gedanklich bei dem Getränk, das für uns Österreicher zum täglichen Lebenselixier gehört. Kaffee hat ungerechtfertigterweise einen schlechteren Ruf als er ihn verdienen würde. Tatsächlich gibt es aus ernährungsmedizinischer Sicht keinen Grund vom Kaffeekonsum in moderaten Mengen (sprich nicht mehr als 2-3 Espressi pro Tag) abzuraten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass moderater Kaffeekonsum zu einem reduzierten Risiko für Diabetes und Leberkrebs führt. Moderater Konsum natürlich ohne Zucker! Obwohl es in meiner Heimatstadt Wien wundervolle Kaffeehäuser gibt, trinke ich ab und zu gerne den berühmten „coffee to go“. Dieser Trend scheint nicht nur mich zu interessieren, sondern auch viele andere Konsumenten. Denn auch in den Supermarktregalen findet man ein stetig wachsendes Angebot an Kaffeefertiggetränken. Leider enthalten diese entweder Zucker oder Zuckerersatzstoffe, weswegen sie bei mir bereits Ende August auf der Abschussliste landeten. Auch wenn ich ganz gut ohne diese Fertigprodukte leben kann, habe ich mich sehr gefreut, dass ich doch noch ein Produkt gefunden habe, das tatsächlich keinen Zucker oder andere Ersatzstoffe enthält! Leider habe ich es bis jetzt nur bei der Metro (gut für die, die eine Zugangsberechtigung haben) entdeckt. Vielleicht bekommt man es aber auch noch in anderen Lebensmittelgeschäften? Unterm Strich wäre es aber sowieso wünschenswert den guten Kaffee schwarz in seiner natürlichen Form zu genießen, um seine Aromen in vollem Umfang zu schmecken. Probieren Sie es aus und tauchen Sie mit mir in neue Geschmackserlebnisse! Bis demnächst im Kaffeehaus…

Verstärkung für die „good girls“ – watch list news

Und es gibt doch einen abgepackten Vollkorntoast ganz OHNE Zucker! Das muss mal lobend erwähnt werden! Warum ich gerne VK-Toast esse: Toast ist sehr luftig und leicht. Eine Toastscheibe wiegt in etwa nur die Hälfte und liefert demnach auch nur die Hälfte an Kalorien im Vergleich zu  einer „normalen“ Vollkornbrotscheibe. Wenn man also mal ein bisschen auf die Figur schauen will, aber nicht weniger essen möchte, so kann man sich mit solchen kleinen Tricks ein wenig weiterhelfen. Leider sind in abgepackten Toastbrotpackungen aber immer noch Konservierungsmittel enthalten…VK