Restl Essen

Nachdem das Experiment bereits in 2 Tagen startet, habe ich begonnen unsere Vorräte zu durchstöbern. Dabei bin ich neben diversen Süßigkeiten und Süßstoff-haltigen Elektrolytgetränken auch auf einen meiner Lieblingssnacks gestossen. Sie kennen das: Der Abend ist schon etwas fortgeschritten, eigentlich sollte man so spät nichts mehr essen, aber irgendwie plagt einen der Gusto. Nein, ich bleibe konsequent, lenke mich ab. Soll ich schlafen gehen? Okay, ich schaue noch mal nach, ob es nicht doch noch irgendeine Kleinigkeit für mich zu essen gibt. Irgendeinen Snack. Für genau solche Momente hatte ich in der Vergangenheit unter anderem „Dosen mit Thunfischstücken auf indische Art“ in Reserve. Gleich vorweg: Aus ethischer Sicht ist der Kauf so einer Dose sicher nicht vertretbar! In diesem Zusammenhang möchte ich Sie alle auch dazu aufrufen nur noch Thunfisch zu kaufen, der nachhaltig mit der Angelrute gefischt wurde. Wir alle wissen wie viele Delfine durch die Fangnetzmethode als Beifang mit zugrunde gehen. Einfach schrecklich. Achten Sie beim Kauf von Thunfischdosen zukünftig bitte unbedingt auf die Fangmethode (steht auf der Verpackung drauf)! Ich weiß. An und für sich sollte man den Thunfisch so wie so nur noch frisch kaufen. Aber Hand aufs Herz: Jeder von uns kauft mal eine Dose, um sie für die Zubereitung eines Thunfischsalates zu verwenden. Finde ich persönlich auch ernährungsmedizinisch vertretbar. Aber zurück zur „indischen Art“. Indische Art bedeutet mit Curry. Die Gewürzmischung Curry ist an und für sich etwas sehr Gesundes! Das Produkt schmeckt auch gut. Zusätzlich stellt Thunfisch eine wertvolle Eiweißquelle dar (der Gehalt an omega-3-Fettsäuren in der Dose ist vernachlässigbar) und obendrein beinhaltet dieser Snack auch sehr wenige Kalorien – nämlich nur 160kcal bei 160g Gewicht. Also: schmackhaft, leicht, gesund. Erfüllt eigentlich alle Kriterien meines Beuteschemas. Und Sie wissen ganz genau was jetzt kommt. Sie haben es erfasst. Auch da ist Zucker drin! Im Rahmen dieses Blogs möchte ich keinesfalls auch nur irgendein Produkt schlecht machen! Dennoch sehe ich es als meine Aufgabe als Arzt Sie auf Dinge aufmerksam zu machen, die schlecht für Ihre Gesundheit sein könnten. Somit heißt es: Time to say goodbye…Nun dürfen Sie 3 x raten was ich gestern Abend noch ein letztes Mal gesnackt habe 😉 Essen wegwerfen gibt es im Hause Matthai nämlich nicht!Thunfischdose

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Das Ende der Saucen

Nur noch 6 „Zuckertage“ bis zum Kick off! Was soll ich noch (ein letztes Mal) alles essen und trinken? Es gilt gut zu überlegen, denn schliesslich sollte der Konsum von Süßigkeiten auch in den nächsten Tagen ein halbwegs vernünftiges Ausmaß beibehalten und nicht den Hosenbund sprengen. Einer der ersten positiven Nebeneffekte, den dieses Experiment mit sich bringt ist die Tatsache, dass ich jede einzelne Süßigkeit nun noch mehr genieße. Ich genieße mehr, weil ich weiß, dass ich sie in den nächsten 365 Tagen nicht mehr zu schmecken bekommen werde. Ist doch eigentlich blöd, oder? Ich denke jeder kennt das. Die Dinge, die wir jeden Tag zur Verfügung haben, verlieren ein wenig an Bedeutung. Schade eigentlich. In der Vorbereitung auf mein Experiment bin ich nun auf eine weitere Zuckerfalle gestossen. Die Fischterrine. Ich esse sehr gerne eine Fischterrine, die es nur bei einer ganz bestimmten Supermarktkette zu kaufen gibt. An und für sich ist diese Terrine sehr gesund, da sie voller omega-3-Fettsäuren steckt. Vor kurzem habe ich sie – nun wohl für längere Zeit zum letzten Mal – gekauft. Fischterrine und Zucker. Eh klar. Warum bloss steckt alles voller Zucker!?! Im kommenden Jahr werden wir wohl auch alle Saucen selber machen. Man findet kaum eine Sauce, die nicht mit Zucker versehen ist! Dabei wäre es doch so einfach, Saucen auch ohne Zucker gut und gesund zuzubereiten. Fertigsaucen fallen somit auch weg. Und auch die Terrine. Die Lösung heißt: Selbermachen. Auch wenn das Leben höchstwahrscheinlich etwas aufwendiger wird, ich freue mich drauf! In der heutigen Zeit müssen wir einfach akzeptieren, dass es eine gesunde Ernährung nur möglich ist, wenn wir uns selber darum kümmern. Und das bedeutet sich wieder mehr mit den Lebensmitteln und dem Zubereiten der Speisen auseinander zu setzen. Also, ran an den Herd!

Sauce

Alkohol & der Zucker

Vielen alkoholischen Getränken wird Zucker zugesetzt! Das Thema Alkohol bietet Gesundheitsexperten eh schon eine große Angriffsfläche. Wenn man nun auch noch alkoholische Getränke bevorzugt, die eine Extraportion Zucker beinhalten, dann gehen einem beim Versuch dem Alkohol etwas Positives abzugewinnen ganz schnell die Argumente aus. Aus diesem Grund rate ich strengstens davon ab Cocktails zu trinken. Die Verbindung aus Unmengen an Zucker vermischt mit Schnäpsen und zuckerhaltigen Limonaden machen Cocktails einfach zu einem „no go“. Wer so wie ich aber ab und zu gerne einen Aperol-Spritzer trinkt, ist nicht viel besser dran. Oder im Winter einen Glühwein. Alles Zuckerbomben. Keine Macht den Zuckerbomben – zumindest für die nächsten 365 Tage…in diesem Winter gibts selbst gemachten Glühwein OHNE Zucker, dafür mit vielen frischen (süßen) Früchten und Gewürzen. Schmeckt sowieso viel besser!Bild

Süßstoffe kommen mit auf „die Liste“

Nachdem ich die Frage, ob ich im Rahmen des Experiments auch auf Süßstoffe verzichten werde in den letzten Tagen sehr oft gestellt bekam, habe ich mich nun ein wenig intensiver mit diesem Gedanken befasst.  Da ich durch den Verzicht auf Zucker ja nicht nur darauf aufmerksam machen möchte in wievielen Lebensmitteln Zucker enthalten und versteckt ist, sondern auch erfahren möchte was dieses Experiment für spürbare Vorteile mit sich bringt, habe ich mich entschlossen nun auch auf syntethische Zuckerersatzstoffe zu verzichten. Somit heißt es good bye auch zu Cola Zero, Gröbi & Co. Auch wenn ich in der Vergangenheit ab und zu „light-Produkte“ konsumiert habe, bin ich eigentlich ein Fan vom Natürlichen. Cyclamat, Aspartam & Co. stehen schon länger auf meiner Liste der Verdächtigen. Denn obwohl diese Süßstoffe zugelassen sind und verwendet werden, erscheinen immer wieder wissenschaftliche Studien, die deren gesundheitliche Unbedenklichkeit in Frage stellen. In manchen Ländern sind Süßstoffe wie Cyclamat bereits verboten und vom Markt genommen! Sollte uns das nicht zu denken geben? Wenn in den nächsten Monaten gesüßt wird, dann nur mit Lebensmitteln, die auf natürliche Art und Weise süß schmecken und denen kein Zucker extra zugesetzt wurde! Honig oder Stevia wären somit erlaubt. Nichts desto trotz möchte ich die Menge meines Zuckerkonsums so niedrig wie möglich halten, denn auch größere Mengen des Zuckers aus dem Honig bleiben ungesund!

peanut butter & life savers

Noch mal richtig voll tanken!
Eine sehr liebe Patientin von mir (sie wird sich übrigens auch meinem Experiment anschliessen) hat mich bei ihrem letzten Besuch in der Ordination gefragt, ob ich mich denn schön langsam auf den Start vorbereiten würde. Sie ist davon ausgegangen, dass ich vielleicht schon jetzt damit beginne meinen Süßigkeitenkonsum zu reduzieren, damit der „Entzug“ dann nicht ganz so schlimm wird. Eigentlich hatte ich in den nächsten Tagen eher das Gegenteil vor. Jetzt nicht in exzessivem Rahmen, aber doch noch mal richtig schlemmen und genießen. Ein ganzes Jahr ohne Süßes ist ja doch eine lange Zeit. Aus diesem Grund habe ich auch noch mal meine „Lieblingssünde“ aus den USA nachbestellt. Als eingefleischter Amerikafan taucht Erdnussbutter immer wieder auf meinem Speiseplan auf. In Maßen natürlich, aber doch. Nun ratet mal? Genau, auch in Erdnussbutter ist Zucker drin. Müsste eigentlich nicht, ist aber so. Da ich nur ungern auf Erdnussbutter verzichten möchte (denn neben dem Geschmacklichen, haben Nüsse ja auch einen hohen Gesundheitswert), werde ich mich in den nächsten Wochen auf die Suche nach einer zuckerfreien Erdnussbutter machen oder sie ganz einfach OHNE Zucker selber herstellen. Habe ich zwar noch nie gemacht, so schwer kann das aber nicht sein. Wer braucht schon Zucker in einer Butter!?!? Ich halte euch am Laufenden!Bild

Der Countdown läuft!

Nun sind es nicht einmal mehr 30 Tage bis zum Start meines Experiments „365 Tage zuckerfrei“. Ein komisches Gefühl, das der Gedanke an den 1.9.2013 mit sich bringt. Ein Wechselspiel zwischen Spannung, Vorfreude und Angst vor Entbehrungen. Werde ich durch den Verzicht auf Zucker an Lebensqualität gewinnen oder verlieren? Ein Jahr ohne Zucker kann doch kein gutes sein, oder doch? In den letzten Tagen habe ich mehrfach darüber nachgedacht wie ich mich in den nächsten Wochen verhalten soll. Ist es sinnvoll sich jetzt schon vom Zucker zu entwöhnen, damit der „Entzug“ dann nicht so schlimm wird? Oder soll ich mich bis zum 1.9. mit so viel Süßem verwöhnen wie mein Herz begehrt? Vielleicht liegt die richtige Strategie auch darin sich mit Naschereien dermaßen zu überessen, dass man dann locker ein Jahr darauf verzichten möchte? Wohl eher nicht. Zurzeit genieße ich Süßes in einem normalen und vernünftigen Ausmaß. Eben so wie ich es immer getan habe. Vielleicht ändere ich meine Strategie in den letzten Tagen vor Beginn des Experiments auch wieder. Mal sehen.

Jedenfalls brauche ich Ihre Unterstützung! Machen Sie mit! Gemeinsam sind wir stärker. Gemeinsam stehen wir das leichter durch. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir alle davon profitieren werden. Bis dahin sollten wir uns gegen die Hitze zumindest noch ein kühles Eis gönnen.