Silent killer!

Time to say goodbye…unglaublich aber wahr! Nun bin ich doch tatsächlich gerade dabei meinen 81. und damit letzten Beitrag des “Zucker-Blogs” zu verfassen. Wie die Zeit verfliegt, mein lieber Mann. Aber absolut kein Grund, um Trübsal zu blasen, denn es geht ja weiter. Dazwischen werden allerdings 2 Monate vergehen, in denen ich den neuen “Lifestyle-Blog” ins Leben rufen und auf die Ausschau nach Partnern für mein im Juli stattfindendes Charity-Projekt (24h-Rad-Rennen) gehen werde. Im Rahmen dieses Rennens sammle ich für jeden zurückgelegten Kilometer Geld, das einem karitativen Zweck zugute kommen wird. Wer hier mitmachen will (egal ob Firmen oder Privatpersonen), der soll sich bitte an office@matthai.at wenden!
Wie wird es weiter gehen? Das große Problem am Zuckerkonsum – und das verrät bereits der Titel dieses Beitrags – ist, dass wir seine gesundheitlichen Folgeschäden erst viele Jahre später merken werden. Wir wissen auch nicht, was für Mengen an Zucker denn vertretbar wären. Fakt ist, dass wir alle zu viel Zucker konsumieren und dieser schlussendlich dafür verantwortlich sein kann, dass wir versterben. Nicht am Zucker selber. Wobei man ja immer wieder Süßspeisen zu sehen bekommt, die so lustige Namen wie “death by chocolate” tragen. Obendrein habe ich bereits mehrfach daraufhin gewiesen, dass Zucker nicht nur dick macht, sondern seine Wirkungen für sich schon ausreichen, um unsere Gesundheit zu gefährden.
Was hat das Jahr gebracht? Mir persönlich hat es viel gebracht! Ich wurde immer wieder dafür bemitleidet, dass ich jetzt 365 Tage auf Zucker verzichten muss. Ich muss euch ganz ehrlich sagen, so wirklich gefehlt hat mir im letzten Jahr gar nichts! Klar hatte ich auch mal Lust auf was Süßes, aber diese war ja ganz schnell durch zuckerfreie Alternativen zu befriedigen. Unterm Strich muss man also sagen, dass es weder eine große Leistung noch ein Entbehren wäre dieses Projekt einfach fortzusetzen. Warum ich es dennoch nicht tun werde, habe ich in vergangenen Beiträgen bereits erklärt. Es wird Situationen geben, in denen ich nicht mehr ablehnen möchte. Bei Freunden, bei Familienfeiern. Wovon ich nach wie vor erzähle ist die tolle Geschmacksentwicklung, die ich im Laufe der Zeit erleben durfte. Alles wurde viel intensiver, viel aromatischer. Ich hoffe sehr, dass das so bleiben wird, auch wenn ich ab und zu mal Zucker essen werde. Mal sehen. Zusätzlich hat mich dieses Jahr sensibilisiert und mir ganz bewusst das Thema Zucker vor Augen geführt. Ohne diesen Blog hätte ich mich dem Thema wahrscheinlich nie so intensiv gewidmet. Dass ich all diese Informationen nun in meinem Kopf gespeichert habe, wird mir und meiner Familie zugute kommen. Ich hoffe sehr, dass es euch ähnlich geht.
Ich bin gespannt, ob ich sobald ich Zucker esse etwas bemerken werde. Wie es in den nächsten Wochen weitergegangen ist, werde ich im neuen Blog berichten, in den das Thema Zucker sicher auch wieder einfliessen wird.
Ich bedanke mich bei all meinen Weggefährten für die Treue, die positiven Rückmeldungen, die vielen Kommentare und die likes auf facebook (über 700!). Im vergangenen Jahr hatten wir nun knapp 150.000 Zugriffe! Eine Zahl, die die Brisanz des Themas deutlich unterstreicht.
Passt auf euch auf! Lasst euch von der Lebensmittelindustrie nicht in die Irre führen! Achtet auf Zuckerfallen, wählt gezielt und genießt bewusst!
Schön wars! Auf in die letzten 5 (oder doch mehr?) zuckerfreien Tage und hoffentlich bis 01.11.2014.
Für News zum neuen Blog werde ich euch zwischenzeitlich am “Zuckerfrei-Blog” bzw. auf meiner website www.matthai.at am Laufenden halten!

Zucker lässt uns altern, macht blöd & verursacht Krebs – ein letzter Ausflug in die Wissenschaft!

Angstmache ist eigentlich nicht meine Art! Mit erhobenem Zeigefinger zu agieren bezweckt meist das Gegenteil. Aus diesem Grund bin ich überzeugt davon, dass es besser ist zu motivieren als zu mahnen! Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse lässt sich die Ernsthaftigkeit dieses Themas aber doch sehr gut unterstreichen. Und wir sollten unterstreichen! Auch wenn viele Daten “nur” aus Tierversuchen stammen, so lassen sich daraus durchaus brauchbare Risiken oder nützliche Informationen für den Menschen ableiten. Viele Experimente deuten darauf hin, dass Zucker Alterungsprozesse beschleunigt und bei der Entstehung von Krebserkrankungen eine Rolle spielt. Selbstverständlich sprechen wir hier von einem “Zuviel” an Zucker! Doch was ist zu viel und was ist zu wenig? Gibt es überhaupt ein zu wenig? Kommen wir nicht alle in das Zuviel nachdem der Großteil unserer Lebensmittel Zucker enthält?

A sweet decline for the aging fly brain
L. Bryan Ray
Our livers and muscles store glucose as glycogen, a branched polysaccharide. Glycogen is a major energy reserve, but it may play a more sinister role in the aging brain. Along with other components, glycogen forms aggregates in the brains of aging mice, humans, and flies that correlate with a decline in neuron function. To better understand this, Sinadinos et al. experimented with fruit flies. They used RNA interference to inhibit the flies’ production of glycogen synthase, the enzyme that makes glycogen from glucose. Then the researchers measured how fast the flies could climb. As the flies aged, their neurons functioned better than those of controls. Treated male flies—but not females—lived longer.

Aging Cell 10.1111/acel.12254 (2014).

Nachdem der Zuckerblog nun tatsächlich bald zu Ende geht, möchte ich den heutigen Beitrag noch mal dazu nutzen um euch (mit Nachdruck!) zu motivieren, euch zu sensibilisieren und euch zu fokussieren! Denkt an die Gefahren, die mit übermäßigem Zuckerkonsum verbunden sein können. Denkt an eure Gesundheit! Genießt auch Süßigkeiten, allerdings in kleinen Mengen, und achtet stets bewusst darauf die Lebensmittel zu meiden in denen Zucker enthalten ist, aber eigentlich kein Zucker rein gehört!

Nächste Woche gehen wir in die letzte Runde – des Zucker-Experiments. Ich hoffe, dass ihr spätestens ab 01.11.2014 wieder mit dabei seid und unser Team, wie auch in diesem Jahr, verstärkt!

Good girls & bad boys

Heute möchte ich mich noch mal um die “watch list” kümmern. Wäre ich kürzlich doch beinahe wieder einmal über eine Aktion einer bekannten Supermarktkette gestolpert, die Bio-Vollkornweckerl zu einem wirklich tollen Preis im Angebot hatte. Beim Studieren der Inhaltsstoffe konnte von einem natürlichen, biologischen Produkt wahrlich nicht mehr die Rede sein! Neben Zucker fanden sich etliche Zusatzstoffe in dem Produkt, die man nur durch eine Intensiv-Detox-Woche wieder aus dem Körper rausbekommen hätte. Ich finde es immer wieder erschütternd, dass Lebensmittel als “Bio” deklariert werden dürfen, “nur” weil der Großteil der Inhaltsstoffe gewissen Anbau und Produktionsrichtlinien entspricht. Denn “Bio” sollte dem Kunden doch eigentlich auch das Gefühl vermitteln seinem Körper und der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Wie auch immer, es ist und bleibt ein leidiges Thema. Abhauen und alles hinter sich lassen bringt einen auch nicht weiter. Denn im Flugzeug erwartet einen dann folgendes Salzgebäck…Salzgebäck
…wenn man Glück hat! Hat man Pech, so hat man bei Kurzstreckenflügen schon mal die Qual der Wahl zwischen Muffin und Schokoriegel. Jawohl, wir fasten :-)
Wenn man hartnäckig auf der Suche bleibt, stösst man aber doch immer wieder auf freudige Überraschungen und findet Produkte, die man eher den “bad boys” zugeordnet hätte…wasa
…in diesem Knäckebrot steckt tatsächlich ausnahmsweise mal kein Zucker drin!

In meinem vorletzten Beitrag hatte ich mein neues Blog-Projekt angekündigt. In diesem werde ich mich über ein Jahr lang sehr intensiv mit den Themen Sport, Ernährung, Mentales, Vitalstoffe & Hautpflege auseinandersetzen. Im Rahmen des Experiments, das am 01.11.2014 startet, wird es für mich zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen geben. Damit die Neugier etwas steigt, möchte ich euch heute ein paar wenige Aufgaben verraten, die auf mich warten…
…ich muss einen Marathon unter 3:30h laufen, 100 Liegestütze am Stück schaffen, werde mich 1 Monat lange vegan ernähren und 1 Monat lange sehr kalorienreduziert essen, um zu sehen wie sich das auf Körper und Geist auswirkt (Menschen, die das tun berichten, dass man durch die Kalorienrestriktion mental fitter wird, mehr Energie hat und weniger Schlaf braucht), ich werde zahlreiche andere Ernährungsformen und sportliche Extremwettbewerbe ausprobieren. Ich werde in die Form meines Lebens kommen und ihr mit mir!
An dieser Stelle möchte ich mit einer Textpassage aus einem Lied von Xavier Naidoo enden: “Was wird mich erwarten wenn ich wieder komm, wenn ich wieder komm, seid ihr hier?
Alles Liebe, viel Gesundheit und eine zuckerfreie Woche!

Jetzt lassen wir es mal so richtig krachen!

Samstags am Kutschkermarkt in Wien 18. Ein sehr, sehr netter Markt mit einem tollen Lebensmittelangebot und wirklich fairen Preisen! Kann ich wärmstens empfehlen! Und wie das so auf netten Märkten ist, man trifft dort eben auch nette Menschen. Letzten Samstag war das meine liebe Freundin, Blog-Kollegin und Detox-Queen Regina Kail-Urban. Sie befindet sich – so wie ich auch – stets auf der Suche nach guten Produkten. Gesunden Produkten. Produkten, die nicht voller chemischer Substanzen, Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder eben raffiniertem Zucker sind. Dieses Mal hat es sie in ihre Heimat das gute alte Kärnten gezogen, wo sie über Umwege auf den Superstar des heutigen Tages gestossen ist: das “Heukracherl”. Wie es der Name bereits verrät, handelt es sich dabei um eine Limonade, die aus Heu hergestellt wird. Natur pur sozusagen. Beim Verkosten (und ihr solltet es probieren!) braucht man allerdings keine Angst zu haben, dass man dabei vorzeitig “ins Gras beisst” :-) Schmeckt zwar schon ein bisschen nach Heu – einer Kräuterlimonade sehr ähnlich – aber keinesfalls “grasig”. In diesem Fall trifft die Botschaft meines Apothekers, der einmal zu mir meinte “Herr Doktor nicht alles was gesund ist muss schmecken”, nicht zu. Das Heukracherl schmeckt. Mir persönlich ist es definitiv zu süß. Da hätte man ruhig ein bisschen weniger an Traubensüße verwenden können. Dieses “Geschmacksproblem” lässt sich aber ganz einfach lösen in dem man es mit Wasser verdünnt. Wahrscheinlich bin ich durch die lange Zuckerabstinenz aber auch überempfindlich. Unterm Strich finde ich die Idee toll und das Bemühen um ein natürliches Produkt unterstützenswert. Hier ein paar Impressionen.

Heukr.Heukr.1Heukr.2

Wir lassen es also auch zukünftig richtig krachen, aber in dem Sinne als dass wir uns mit Nachdruck um unsere Gesundheit kümmern und nicht in dem Sinne wie es mir heute Morgen ergangen ist…ich wurde nämlich recht unsanft durch den Krach eines Presslufthammers um 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen…
Prost!

Are you ready to rumble? Auf in die 12. und damit letzte Runde!

Tatsächlich fühle ich mich ein wenig wie in einem Boxkampf über 12 Runden. Die Zuckerindustrie nimmt in dieser Auseinandersetzung mit Sicherheit die Rolle des amtierenden, stärkeren Champions ein und ich finde mich taumelnd und leicht angeschlagen in der Ecke des unterlegenen, aber kampfbereiten Herausforderers wieder. Immerhin habe ich es bis in die letzte Runde geschafft und vielleicht gelingt mir ja noch ein “lucky punch”? Ich habe mich ja schon längere Zeit damit auseinandergesetzt wie es nach dem Ende des zuckerfreien Jahres für mich und meine Familie weitergehen soll. Nachdem das Projekt nun aber beinahe zu Ende ist, wird es an der Zeit eine Entscheidung zu treffen und sich schon ein bisschen auf die “Zeit danach” vorzubereiten. Ich möchte mich heute noch nicht endgültig festlegen, denn wer weiß was der letzte Monat noch zu bieten hat. Dennoch habe ich mich bereits dazu entschieden mein Verhalten bezüglich des Zuckers in der Strenge nicht fortzusetzen. Ich möchte bei Einladungen von Freunden nicht immer das Dessert ablehnen müssen und meine Gastgeber damit in eine unangenehme Situation bringen. Ich möchte ab und zu auch mal blind ins Süßigkeitenregal greifen können und nicht quer durch Wien fahren müssen, um in den Genuss meiner zuckerfreien Schokolade zu kommen. Was ich mir aber sicher auch weiterhin nicht bieten lassen werde ist das “Verseuchen” sämtlicher “salziger” Lebensmittel. Ich werde wann immer es geht und so oft es geht auf Produkte verzichten, die Zucker enthalten wo eigentlich kein Zucker hingehört! Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Art des Verhaltens eine sehr sinnvolle und zielführende ist und zukünftig, sofern ich Nachahmer finde, zu Veränderungen in der Lebensmittelindustrie führen wird.

An dieser Stelle möchte ich auf ein Buch verweisen, das ich mir kürzlich gekauft habe. Hab bis jetzt zwar erst kurz reingelesen, bin aber davon überzeugt, dass es eine interessante Lektüre darstellt.

COMING SOON…

Nach dem – Dank euch! – großen Erfolg meines Blogs „365tagezuckerfrei“ war für mich eines schnell klar: Ein neuer Blog muss her. Sehr viele Menschen ließen sich durch die Idee 1 Jahr auf Zucker zu verzichten motivieren und folgten meinem Projekt als Aktive oder zumindest als Leser.

Worum geht es im neuen Blog? 
Das letzte Jahr meiner 30er bricht an. Am 01.11.2015 werde ich vierzig Jahre alt. Kein Alter um außer Form zu geraten und zu schwächeln. Ganz im Gegenteil! Ich möchte es mir und den Lesern beweisen, dass man auch mit 40 Jahren in der Form seines Lebens sein kann. Ich möchte zeigen, dass weder viele Arbeitsstunden noch wenig Schlaf (ich habe 2 kleine Söhne) oder das gesellschaftliche Umfeld uns dabei aufhalten können alles dazu beizutragen, um gesund und fit zu bleiben. 

Die Leser werden erleben, dass auch ich oft müde bin, manchmal faul und inkonsequent, ab und zu sündige oder zu viel esse oder mich von meinem inneren Schweinehund besiegen lasse. Unterm Strich werde ich aber in diesem Jahr über mich hinauswachsen. Und das kann jeder von uns! Durch den neuen Blog soll jeder einzelne dazu motiviert werden das Beste aus sich herauszuholen und einfach alles in seiner Macht stehende zu geben, um gesund zu bleiben! Jeder von uns kann jederzeit in die Form seines Lebens kommen! Dafür ist es nie zu spät! 

Da ich von meinen Patienten oft gefragt werde wie ich mich ernähre und mich in Form halte oder welche Nahrungsergänzungsmittel ich selber einnehme, dachte ich mir, dass ich diese Informationen auch im Rahmen eines neuen Blogs preisgeben kann. Meine Beiträge und persönlichen Erfahrungen zu den Themen Sport, Ernährung, Mentales, Vitalstoffe, Hormone, Lifestyle & Kosmetik sollen die Leser am Weg in ein gesünderes Leben unterstützen.  

Im Rahmen des neuen Experiments werde ich mich zahlreichen Herausforderungen stellen, die mich oft an meine Grenzen und vielleicht auch manchmal darüber hinaus bringen werden. Lasst euch überraschen! Weitere Informationen zum neuen Blog kommen demnächst! Ich hoffe ihr seid wieder mit dabei und wünsche euch eine gute Zeit! Bis bald!

 

 

Eis, Eis, Baby…

Müssen wir diesen Sommer etwa nicht mal auf Eis verzichten? Auf der Suche nach Eissalons, die sich dem Thema Zucker annehmen und auch zuckerfreies Eis anbieten stolpert man sehr schnell über das Geschäft “veganista” in der Neustiftgasse in Wien. Wie unschwer zu erkennen, handelt es sich dabei um ein veganes Unternehmen. Betritt man den Laden, so wird man schnell von zwei überaus freundlichen Mitarbeitern empfangen. Auf meine Frage, ob sie selber denn auch vegan leben würden, wurde diese mit einer Selbstverständlichkeit und einem begleitenden Gesichtsausdruck bejaht, dass ich mich niemals getraut hätte zuzugeben, dass ich doch ab und zu ganz gerne ein Stück Fleisch esse. Jedenfalls aber sehr authentisch! Die Auswahl an zuckerfreien Sorten ist jetzt nicht gerade üppig, aber ausreichend und gut. Das Unternehmen bietet 2 Sorten mit Agavendicksaft und 2 mit Birkenzucker an. Obendrein ist ihnen Nachhaltigkeit sehr wichtig. Vor Ort findet man weder Plastiklöffel noch Plastikbecher. Eine Innovation, die ich super finde und jedem anderen Eissalonbesitzer gerne ans Herz legen möchte. Unterm Strich handelt es sich bei veganista auf jeden Fall um ein Unternehmen, das man ausprobieren und unterstützen sollte.

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Im Grunde gibt es also eigentlich keine Ausrede, um Zucker wieder in den Alltag zu integrieren. “Wo ein Wille, da ein Weg” wie es ja so schön heißt. Und wir sollten wollen! Mit der heutigen Empfehlung begebe ich mich in eine kreative Sommerpause und bitte um Verständnis, dass es kommenden Mittwoch keinen Blog-Eintrag geben wird. Ich melde mich am 30.07. wieder, um dann den letzten Monat (unglaublich wie schnell 1 Jahr vergeht!) einzuläuten. Einstweilen wünsche ich euch viel Spaß beim Eisessen und eine tolle, zuckerfreie Summertime!

Gebt den Brasilianern Zucker…

Nach der gestrigen 1:7 WM-Halbfinal-Schlappe gegen Deutschland dürfte sich der ein oder andere brasilianische Nationalteam-Spieler mit Caipirinha oder etwas Süßem getröstet haben. Bei dem denkwürdigen (oder vegessenswürdigen – je nach dem aus welcher Perspektive man es sieht) Ergebnis wahrscheinlich auch mit beidem. Warum das – zumindest kurzfristig – funktionieren könnte, erklärt folgendes Video, das ich liebenswerterweise von einem Freund zugeschickt bekommen habe (Danke Christoph!). Obwohl wir wissen, dass der Großteil der Menschen in Momenten der Trauer oder des Unglücks zu etwas Süßem greift, kann das natürlich keine sinnvolle oder dauerhafte Lösung sein. Dennoch bietet vor allem die von uns heiß geliebte Schokolade eine “sinnvolle” Kombination aus Zucker, Fett, der Aminosäure L-Tryptophan, etwas Koffein und verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffen die uns zumindest vorübergehend glücklich machen kann. Dass Zucker aber ein Abhängigkeitspotenzial mit sich bringt und in größeren Mengen zu Übergewicht und daraus folgend zu einem erhöhten Risiko für Depressionen (also genau dem Gegenteil von dem was man damit ursprünglich bezwecken wollte) und anderen Erkrankungen führt, vergessen viele!

Also zieht es euch einfach mal rein! Das Video http://www.youtube.com/watch?v=lEXBxijQREo meine ich natürlich!

Zahlen, Daten & Fakten

Die letzten 2 Monate des “Projektes zuckerfrei” sind angebrochen. Zeit, um euch ein paar Zahlen an den Kopf zu werfen, damit ihr niemals vergesst was passiert, wenn wir die Lebensmittel, die wir essen nicht sorgfältig und bewusst auswählen. Die Fakten stammen aus einem Artikel der Salzburger Nachrichten:

  • 65% des Zuckers, den wir essen, ist nicht als solcher angegeben!
  • Die Menge von 33-38 Stück Würfelzucker konsumiert jeder von uns täglich!
  • Der Zuckerkonsum ist in den letzten 150 Jahren um das 20-fache angestiegen!
  • Weltweit gibt es mittlerweile etwa 300 Millionen Diabetespatienten!
  • Rund 80% aller Produkte im Supermarktregal enthalten Zucker – das entspricht auch meiner Erfahrung!
  • Im Wirtschaftsjahr 2011/2012 betrug die Gesamtproduktion von Zuckerrohr- und -rüben rund 2 Milliarden Tonnen!

Genug an Informationen? Das habe ich mir gedacht. Wir wissen was zu tun ist!

Es wird immer “bunter”…

…und das nicht nur in der Wurst! Dass die Angaben auf den Lebensmitteletiketten nicht selten für Verwirrung sorgen ist nichts Neues. Zu gerne werden Zusatzstoffe verschlüsselt und Zucker in Begriffe verpackt, die nichts Schlimmes vermuten lassen. Sehr oft wird mit Attributen geworben, die nicht der Wahrheit entsprechen. Mittlerweile muss man nicht nur sehr genau schauen, sondern sollte auch ein gewisses Grundwissen aus dem Bereich der Lebensmittelkunde mitbringen, um sich im Dschungel der Angebote den Weg bahnen zu können. Ein ganz besonderes “Gustostückerl” fiel meiner Frau und mir vor kurzem in die Hände.

Was fällt euch an diesen beiden Bildern auf?

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Richtig! Auf der Frontseite dieser Wurstware wird das Produkt als zuckerfrei beschrieben. Dreht man es, so findet man auch auf der Rückseite den Vermerk “zuckerfrei”. Studiert man obendrein die Zutatenliste so wird man eines Besseren belehrt! Hier steht doch tatsächlich Zucker!?!? Was soll das denn!? Ist da jetzt Zucker drin oder nicht? Hat sich da irgendeiner verschrieben oder handelt es sich hierbei um bewusste Täuschung des Kunden? Ist das nicht alles unfassbar? Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll…Mittlerweile darf man wohl wirklich gar nichts mehr glauben und kann niemandem mehr vertrauen…ist schon ein bisschen zum Verzweifeln finde ich…

Um auf Nummer sicher zu gehen, dürfte man heutzutage wahrscheinlich gar keine abgepackten Produkte mehr kaufen und sollte alles offen und frisch zubereiten.

Offenbar müssen wir immer wachsamer werden, um ungesunden Lebensmittelkomponenten zu entkommen. Es kann gelingen, davon bin ich überzeugt. Es ist jedoch alles andere als einfach. Bleibt dran und haltet die Ohren steif!

Wenn der süße Hunger kommt…


AnnanasDas Ende unseres einjährigen Projekts rückt langsam näher. In jedem Fall möchte ich verhindern, dass wir “rückfällig” werden und uns wieder in der Zuckerfalle verfangen. Wenn wir nicht fokussiert und wachsam bleiben, wird es wohl nicht lange dauern bis wir wieder täglich unsere Ration raffinierten Zucker intus haben. Aus diesem Grund möchte ich euch heute schon dazu motivieren Lebensmittel auch weiterhin zu meiden zu denen es gute, zuckerfreie Alternativprodukte gibt. Suppenwürfel beispielsweise. Es gibt genug Anbieter, die bei der Herstellung von Suppenbasis gut und gerne auf Zucker verzichten können. Das selbe gilt für Süßigkeiten. Damit ihr für die süßen Momente des Lebens gewappnet seid, möchte ich euch heute 2 meiner Favoriten ans Herz bzw. in den Magen legen.  Bei dem einen handelt es sich um getrocknete Ananas-Stücke. Trockenfrüchte enthalten in den meisten Fällen ja leider auch Zucker. Anders bei dem oben abgebildeten Produkt. Die Ananas ist ja eine sehr süße Frucht. Sie schmeckt auch sehr süß und braucht bei Gott keinen extra Zucker! Ausprobieren und aufpassen, wenn ihr euch das nächste Mal Trockenfrüchte aus dem Regal holt, denn auch da wird in den meisten Fällen nicht mit dem Zucker gespart! Wer zu den Schoko-Junkies gehört und nicht nur meine bereits mehrfach empfohlene Zotter Labooko zuckerfrei-Schokolade genießen möchte, für den habe ich heute noch eine tolle Alternative!

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Ich geb mir die “Rawmeo-Kugel”! Schmeckt wirklich sehr intensiv, erdig nach dunkler Schokolade. Ist süß, aber nicht zu süß! Einer meiner absoluten Favoriten, wenn es um Süßes ohne raffinierten Zucker geht! Erhältlich in vielen Reformhäusern und Bio-Supermärkten.

Einfach ausprobieren…wenn der süße Hunger kommt ;-)

Schönen, zuckerfreien Feiertag!